Carrotmob
Konsumieren für den Klimaschutz
Klimaschutz und Konsum – der Carrotmob bringt beides zusammen. Er ist das Instrument für strategischen Konsum schlechthin. Verbraucher kaufen gezielt in einem Geschäft ein. Vorab verpflichten sich die Ladenbesitzer einen bestimmten Prozentsatz ihres Umsatzes innerhalb eines festgelegten Zeitraums in Energiesparmaßnahmen für ihre Geschäftsräumlichkeiten zu investieren. Wir rühren im Gegenzug die Werbetrommel. Sowohl auf klassischem Marketingweg, als auch über Twitter, Facebook, unseren Blog und Co vernetzen wir Menschen, die durch ihren alltäglichen Konsum ein Zeichen setzen wollen.
Ziel des Carrotmobs ist es, den Klimaschutz weiter voranzutreiben. Neben den konkreten Energieeffizienzmaßnahmen wird das ökologische Handeln der Konsumenten gefördert und Unternehmern gezeigt, wie profitabel Klimaschutz ist. Dabei setzen wir vorerst auf kleinere Läden und keine großen Handelsketten, damit wir die lokale Struktur des Einzelhandels fördern.
Der erste Carrotmob fand 2008 in San Francisco statt. Seitdem erobert der Carrotmob ein Land nach dem anderen. Alle teilnehmenden Städte finden sich unter www.carrotmob.org.
Bilder von den vergangenen Carrotmobs gibt es hier.
Carrotmob macht Schule
Dass reflektierter Konsum nicht nur etwas für Erwachsene ist, zeigt das einzigartige Konzept einiger Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Schulen Münchens. Sie organisierten ihren eigenen Carrotmob, welcher parallel in drei Eisdielen stattfand. Dabei traten die Schulen in einem Wettstreit gegeneinander an. Hier geht es zur Projektseite von Carrotmob macht Schule.
Der Carrotmob in der Realwirtschaft Stragula am 17. Juni 2011
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Svenja von Gierke
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vongierke
greencity
de)
T: (089) 89 06 68 -32
Einschalten: Green City auf Sat1 Bayern und BR alpha!
Am Samstag, 28. Januar ist Green City gleich zweimal im Fernsehen: Um 12:00 Uhr begibt sich BR alpha auf Spurensuche nach der „neuen deutschen Protestkultur“. Neben anderen Projekten aus München, darf auch der lokale Carrotmob dort nicht fehlen. Die Sendung Campus DOKU fragt: Kann Bürger-Protest für unsere Gesellschaft grundlegende Veränderungen bringen? Wie der Carrotmob das in München schafft, erklärt ab 12:00 Uhr Svenja von Gierke (svenja
vongierke
greencity
de) , Projektleiterin bei Green City.
Um 18:10 Uhr ist Vanessa Mantini (vanessa
mantini
greencity
de) , Leiterin der Umweltbildung bei Green City, Studiogast der Sat 1 Bayern-Sendung Lebensformen.
Wann: Samstag, 28. Januar 2012, 12:00 Uhr und 18:10
Wo: BR alpha, Sendung Campus DOKU und Sat1 Bayern, Sendung Lebensformen
Erfolgreicher Carrotmob im Café Hüller
1350 Euro für 12 Tonnen CO2-Einsparung: Das ist das Ergebnis des Carrotmobs im Café Hüller. Zusammen mit 250 Münchnerinnen und Münchnern konsumierten wir dort am 2. September, um so viel Umsatz wie möglich für den Klimaschutz zu erwirtschaften. Vorher hatten wir den Betreibern das Versprechen abgenommen, 90% der Einnahmen für Klimaschutzmaßnahmen im eigenen Betrieb zu verwenden. Mit dem eingenommenen Geld wurden unsere Erwartungen übertroffen und das Café kann teure Maßnahmen, wie z. B. eine neue Tielfkühltruhe, verwirklichen.
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Pünktlich zu Beginn des Carrotmobs kam die Sonne heraus und wir verlegten die Schmink- und Bastelecke für Kinder spontan nach draußen. Das gute Wetter lud nachmittags dazu ein, bei Kaffee und Kuchen die Atmosphäre vor dem Café zu genießen. Um 19:30 Uhr lockte Liedermacher Martin Goldenbaum ins Café. Während er den begeisterten Zuschauern eine Zugabe spielte, rechneten wir hinter den Kulissen die Kasse ab – und waren überrascht, wie viel Umsatz Ihr dem Café Hüller beschert hattet. Betreiber Andreas Hüller war sichtlich erfreut, als wir ihm einen Scheck über die CO2-Emissionen, die das Café in Zukunft jährlich einsparen wird, überreichten. Mit dem Geld können fast alle Energiesparmaßnahmen, die der Energieberater im Vorfeld empfohlen hatte, umgesetzt werden: LED-Beleuchtung in Küche und Keller, Wärmedämmung einiger Stellen im Keller, Wechsel auf Ökostrom – und die neue Tiefkühltruhe.
Mehr Impressionen findet Ihr auf dem Carrotmob-Blog.
So schön war’s:
Am 2. September steppt die Karotte
Du hast den letzten Carrotmob verpasst? Macht nichts – am 2. September schlagen die Klimaschützer von Green City erneut zu! Alle sind eingeladen, an diesem Tag ab 16:00 Uhr das Café Hüller in der Eduard-Schmid-Straße 8 zu stürmen. 90% dessen, was Jede/r konsumiert, investiert die Kneipe in Ökostrom und Energieeffizienz – das hat sie im Vorfeld versprochen. Ab 16:00 Uhr erwarten Euch Kinderprogramm, Klimaschutzinfos und Live-Musik von Liedermacher Martingo aus Berlin. Um 21:00 Uhr ist Kassensturz: Wie viel haben wir konsumiert und wie viel CO2 spart das Café Hüller damit jährlich ein?
Wann: Freitag, 02. September, 16:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Wo: Café Hüller, Eduard-Schmid-Straße 8, München
Besuche auch unseren Blog oder trete dem Facebook-Event bei, um Deine Teilnahme am Carrotmob zu bestätigen und Deine Freunde dazu einzuladen. Je mehr Teilnehmer, desto mehr Umsatz, desto mehr Klimaschutz!
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Carrotmob statt Boykott
Ein Carrotmob thematisiert nachhaltigen Konsum und macht auf die Verantwortung der Verbraucher aufmerksam. Die Teilnehmer organisieren sich, ähnlich dem Flashmob, über Online-Communities wie Facebook und Twitter. Sie verabreden sich zu einer bestimmten Uhrzeit, um gemeinsam strategisch zu konsumieren. Dafür fragen sie im Vorfeld bei Unternehmern an, wie viel Prozent des Umsatzes sie in Klimaschutz für ihren Laden investieren würden. Das Unternehmen, das die höchste Prozentzahl bietet, stürmen die Carrotmobber. In der Regel verdoppelt sich so der Umsatz. Die durch die Aktion ermöglichten Klimaschutz-Maßnahmen ermittelt der von co2online gesponserte Energieberater Wolfgang Wulfes. Er stellte beim Rundgang fest, dass die Betreiber bis zu zwölf Jahrestonnen CO2 einsparen, wenn sie die Beleuchtung und die Wärmedämmung optimieren und auf Ökostrom umstellen.
Herzlichen Dank unseren Partnern:
co2online: www.co2online.de
Sachverständigenbüro Wulfes: www.sv-wulfes.de
Carrotmob Headquarters: http://carrotmob.org
Martingo: www.martingoldenbaum.de
Das war der Carrotmob im Juni 2011:
Ansturm auf Carrotmob-Party mit Erfinder Brent Schulkin
2320 Euro für den Klimaschutz und damit 17.000 kg CO2 Einsparungen pro Jahr – der Münchner Carrotmob am 17. Juni 2011 in der Realwirtschaft Stragula war ein voller Erfolg. 400 Klimaschützer aßen, tranken und tanzten sich diesem Ergebnis entgegen – darunter auch Brent Schulkin, der Erfinder des Carrotmobs aus San Francisco. Besitzer Anjo Kuen hatte im Vorfeld versprochen, 90% des Party-Umsatzes in Klimaschutzmaßnahmen zu investieren. Nach fünf Stunden konnte um 21.30 Uhr der erste Erfolg gefeiert werden: Die eigens kreierten Karotten-Gerichte waren ausverkauft. Im Anschluss kam das Barpersonal vor lauter Nachfrage kräftig ins Schwitzen. Zu fortgeschrittener Stunde ließ DJ Vanessa Carottini für die feiernde Meute die Plattenteller heiß laufen. Um 3.00 Uhr drehte Anjo Kuen, der Wirt des Stragula, die Musik runter, um das Ergebnis des Kassensturzes zu verkünden. Die Einnahmen verwendet das Stragula auf Basis der Energieberatung dafür, die Beleuchtung zu optimieren, vier alte Kühl- und Gefrierschränke gegen energieeffiziente Geräte auszutauschen und auf Ökostrom zu wechseln. Wir bedanken uns bei den zahlreichen Teilnehmern und den Ehrenamtlichen des Carrotmob-Teams.
Wer nicht bei der Klimaschutzparty dabei war, kann sich hier den Trailer und ein Video von der Aktion anschauen. Brent Schulkin berichtet auf seinem Blog über seinen ersten Carrotmob außerhalb Kaliforniens.
Nach fünf Stunden konnte um 21.30 Uhr der erste Erfolg gefeiert werden: Die eigens kreierten Karotten-Gerichte waren ausverkauft. Im Anschluss kam das Barpersonal vor lauter Nachfrage kräftig ins Schwitzen. Zu fortgeschrittener Stunde ließ DJ Vanessa Carottini für die feiernde Meute die Plattenteller heiß laufen. Um 3.00 Uhr drehte Anjo Kuen, der Wirt des Stragula, die Musik runter, um das Ergebnis des Kassensturzes zu verkünden. Von den eingenommenen 2320 Euro wird Kuen in den nächsten Wochen die Beleuchtung optimieren, vier alte Kühl- und Gefrierschränke gegen energieeffiziente Geräte austauschen und auf Ökostrom wechseln.