Freistil
Jugendliche streben nach Eigenständigkeit. Sie lösen sich von ihrem Elternhaus, wollen mobil sein und etwas erleben. Daher sehnen Teenager häufig dem Tag entgegen, an dem sie ihren Führerschein für Roller, Mofa oder das Auto erhalten. Selber fahren zu können heißt für sie ohne Einschränkung unterwegs zu sein. Das Auto symbolisiert Luxus, Fahrspaß und die lang ersehnte Unabhängigkeit. Die Nutzung alternativer Fortbewegungsmittel rückt so in weite Ferne.
Der steigende Verkehr führt jedoch zu immensen Umweltproblemen und beschleunigt den Klimawandel. Platzverbrauch, erhöhte Lärm- und CO2-Emissionen wirken sich zudem negativ auf die Lebensqualität in der Stadt aus.
Mit dem Projekt Freistil für die Mittelstufe weiterführender Münchner Schulen werden die SchülerInnen motiviert, ihren Lebensstil zu hinterfragen und den motorisierten Verkehr kritisch zu betrachten. Das Bewusstsein für klimafreundliche Mobilität wird geweckt, gleichzeitig die Bedürfnisse der Jugendlichen berücksichtigt.
In Form eines Theaterstücks und filmischen Beiträgen bringen die SchülerInnen ihre Ansichten zum Thema zum Ausdruck. Die kreative Auseinandersetzung ermöglicht, umweltbewusste Mobilität und den Spaß an nachhaltigen Fortbewegungsmitteln zu erleben. Das Umweltbildungsteam von Green City konnte für Freistil Experten gewinnen, die die Durchführung unterstützen: Zwei professionelle Filmtechniker und eine Theaterdozentin begleiten das Projekt.
So vermittelt Freistil ansprechend und zielgruppengerecht die Alternative zum Autofahren: Der Mix aus Öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß gehen und Radfahren, der den Jugendlichen mit Lust nahe gebracht wird für eine nachhaltige Umsetzung in ihren Alltag.
Die Schüler der Klasse 8a der Hauptschule an der Walliser Straße haben das Projekt im Jahr 2010 dokumentiert. Zu finden auf der Webseite der Schule im Bereich Schulleben/Projekte. Die Ergebnisse des Projektes im Jahr 2011 könnt Ihr Euch auf Youtube anschauen: Premierenfeier, Theaterstück der Hauptschule an der Cincinnatistraße und Film des Förderzentrums München Mitte1.
Rückmeldung eines Verkehrsexperten:
Daniel Sauter, Urban Mobility Research, Zürich, Schweiz: “Ich habe mir den neuesten Film und das Theaterstück angesehen und bin beeindruckt. Wiederum vom Engagement und der Identifikation mit dem Projekt und auch insbesondere mit der Art der Umsetzung. Dass Lebensqualität sowie das Soziale (“miteinander sprechen”) v.a. im Film so stark im Vordergrund steht, finde ich interessant und vielversprechend. Ich bin schon heute gespannt, in welche Richtung die nächste Klasse von Jugendlichen gehen wird.”
Partner
Auszeichnungen
Freistil 2011: Hauptschule an der Cincinnatistraße und Förderzentrum München Mitte 1
Kontakt
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mantini
greencity
de)
T: (089) 89 06 68 -25









