Grünflächenaufruf München
Der Münchner Grünflächenaufruf wurde im Herbst 2011 als Bündnis von neun lokalen Umweltorganisationen gegründet. Green City e.V. ist Gründungsmitglied und engagiert sich aktiv für deren Ziele. Gemeinsam vertreten wir den Gedanken, dass in München die Grenzen sinnvollen Wachstums bald erreicht sind und eine nachhaltige Stadtentwicklung von Nöten ist. Nur durch den Erhalt von Grünflächen kann die Lebensqualität in München gesichert werden.
Die Lebensqualität der Münchner Bürgerinnen und Bürger hängt in hohem Maß von einem ausreichenden Angebot an wohnungsnahen Grünflächen ab. Diese sind zum Teil wertvolle Biotope oder einfache Orte der Erholung, die das bewusste Erleben der Natur ermöglichen. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Grünflächen durch hohen Flächenverbrauch in Form von Gewerbeflächen oder Bodenspekulationen ab.
Der Aufruf ist ein wachstumskritisches Signal an die Stadtpolitikerinnen und Stadtpolitiker. Er will die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, dass die hohe Lebensqualität Münchens durch den Verlust von Freiflächen gefährdet ist.
Deshalb verfolgt der Münchner Grünflächenaufruf folgende Ziele:
- Erhalt der Lebensqualität der Bevölkerung in München und der Region,
- Ausweisungsstop von Gewerbeflächen zur Einschränkung von Flächenverbrauch und Mietsteigerung,
- Erhaltung und Erweiterung bestehender Grünflächen und
- Abkehr von der Politik des grenzenlosen Wachstums
Weitere Informationen sowie das Unterschriftenformular findest du auf www.gruenflaechenaufruf-muenchen.de. Handel und unterstütze die Forderungen des Grünflächenaufrufs an die Verantwortlichen in den Kommunen.
Partner
- ATTAC München
- Bund Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe München
- Bündnis 90/Die Grünen Orts- und Kreisverbände
- Frauen für Aubing
- freiland Initiative für regionale Lebensmittel und natürliche Ernährung
- Gregor Louisoder Umweltstiftung
- LBV Kreisgruppe München
- ödp München und ödp Oberbayern
Pressestimmen Grünflächenaufruf München
Kontakt
Stellvertretende Geschäftsführung, Leitung Stadtgestaltung
Silvia Gonzalez
Mail schreiben (silvia
gonzalez
greencity
de)
Tel: (089) 890 668 -314
Unterschreibe den Aufruf “Grünflächen sind keine Baulandreserven”
Green City e. V. ruft mit knapp einem Dutzend anderer lokaler Organisationen zu einer nachhaltigeren Stadtentwicklung auf. Als Mitglied des überparteilichen Bündnisses Grünflächen sind keine Baulandreserven fordern wir, den Bau neuer Gewerbegebiete auf Naherholungsflächen zu stoppen und rufen zum Umdenken in der Stadtentwicklungspolitik auf. Der Erhalt von Grünflächen ist wichtig, um die Lebensqualität der Bevölkerung Münchens dauerhaft zu sichern.
Bist Du auch der Meinung, dass die Landeshauptstadt München ihre Grünflächen erhalten muss? Dann unterschreibe online den Grünflächen-Aufruf. Jede Unterschrift zählt.
Details Ansprechpartner:
Silvia Gonzalez (silvia
gonzalez
greencity
de) , 089 / 89 06 68 -314
Grünflächen sind keine Baulandreserven ist eine Initiative von: Green City e.V., Gregor Louisoder Umweltstiftung, Attac München, Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe München, Bund Naturschutz Kreisgruppe München, Initiative Freiland, die Ortsverbände Pasing-Aubing und Herrsching, sowie der Kreisverband Starnberg, von Bündnis 90/Die Grünen, die ÖDP München und Oberbayern, sowie Frauen für Aubing.
München: Wie viel geht noch rein?
Kommentar von Silvia Gonzalez, Leiterin des Bereichs Stadtgestaltung bei Green City
50% der Flächen in München sind bereits versiegelt. Damit ist die bayerische Landeshauptstadt die am stärksten versiegelte Großstadt Deutschlands. Jeden Tag werden in München 1.500 Quadratmeter Fläche überbaut. Das entspricht alle fünf Tage einer Fläche von einem Fußballfeld. Ein steigender Versiegelungsgrad hat direkte negative Auswirkungen auf das Kleinklima, die Artenvielfalt, die Luftqualität und diese wiederum auf die Lebensqualität der Münchnerinnen und Münchner.
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Eine dritte Startbahn, eine zweite S-Bahn-Röhre, jedes Jahr 7.000 neue Wohnungen und obendrein Luxusketten, die traditionelle Münchner Geschäfte verdrängen. Der Wirtschaftsstandort Nummer 1 München soll weiter wachsen. Die städtischen Behörden weisen weitere Gewerbeflächen aus, um die vermeintliche Arbeitsplatznachfrage zu decken. Diese zugezogenen Arbeitskräfte brauchen dann Wohnungen und in der Folge steigen die Mietpreise auf Höhen, die sich der Ottonormalverbraucher nicht mehr leisten kann. Diese Arbeitsplatznachfrage wird aber künstlich erzeugt, indem München ganz stark über die Standortvorteile wirbt und somit weitere deutsche und internationale Firmen und deren Niederlassungen anlockt. Mittels dieses Staubsaug-Effektes trägt München dazu bei, andere Regionen in Bayern und Deutschland zu schwächen und unterstützt den Wegzug junger Menschen aus ihren Heimatregionen, hin zu den Metropolregionen. Natürlich profitiert die Stadt über steuerliche Vorteile, aber auf Kosten der Lebensqualität der Münchnerinnen und Münchner. Denn es stehen dem einzelnen Münchner immer weniger Quadratmeter Grünfläche für eine ausreichende und gesunde Erholung in der Stadt und Umgebung zur Verfügung.
Nicht umsonst ist dieser Herbst geprägt von Initiativen, die sich für einen nachhaltige Stadtentwicklung und gegen ein weiteres unkontrolliertes Wachstum stark machen:
- Gegen die absurde und menschenverachtende 3. Startbahn werden Unterschriften für das Bürgerbegehren gesammelt.
- Die neue Initiative Grünflächenaufruf sammelt unter www.gruenflaechenaufruf-muenchen.de Unterschriften gegen die skrupellose weitere Ausweisung von Gewerbeflächen und den Verlust wertvolle Biotope und Grünflächen.
- Neue Netzwerke wie Recht auf Stadt schreien laut gegen Gentrifizierung und setzen sich für eine menschenwürdige Stadtentwicklung ein.
Green City beteiligt sich aktiv an diesen Initiativen und setzt sich damit für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung ein. Wir sind der Überzeugung, dass eine weitere positive Entwicklung Münchens nicht unbedingt mit dem Wachstumsgedanken gekoppelt sein muss.