5 Schritte für einen winterfesten Balkon

© Bernd Schmidt / pixelio.de
Balkon-winterfest; Foto: Pixelio

Du hast keinen eigenen Garten, lebst Deinen grünen Daumen aber trotzdem auf Deinem Balkon aus? Oder Du nutzt deinen Balkon als Oase, um vor dem Alltagsstress zu fliehen? Damit Dein Reich die kalten Wintermonate unbeschadet übersteht, haben wir hier fünf Schritte zusammengestellt, die Du unbedingt beachten solltest, damit Du im Frühjahr keine böse Überraschung erlebst. (Foto: © Bernd Schmidt  / pixelio.de.)

1. Welche Pflanzen überwintern wo?

Nicht alle Pflanzen müssen bei Winterbeginn sofort ins Warme gebracht werden. Es gibt Pflanzen, die draußen auf dem Balkon überwintern können, ohne Schaden davon zu tragen. Solche Pflanzen nennt man „winterhart“. Grundsätzlich kannst Du davon ausgehen, dass die meisten mehrjährigen Pflanzen geeignet sind, um draußen zu überwintern. Wenn Du aber ganz sicher gehen willst, achte beim Kauf der Pflanze auf das Etikett oder starte eine kurze Google-Suche. Andere Pflanzen solltest Du vor dem ersten Frost in die warme Stube holen.

2. Nicht winterharte Pflanzen sichern

Wenn Du jetzt herausgefunden hast, welche Pflanzen für das Überwintern im Freien geeignet sind und welche nicht, kannst Du beginnen die nicht winterharten Pflanzen an ihren Platz zum Überwintern zu bringen. Grundsätzlich kann man sagen: Je wärmer der Standort, desto heller sollte er sein und desto mehr Wasser braucht die Pflanze. Umgekehrt gilt, je dunkler es ist, desto kühler sollte der Raum sein und desto weniger Wasser benötigt die Pflanze. Zu warm sollte der Standort nicht sein, etwa 15 Grad Celsius sind optimal. Wenn die Luft zu trocken ist, begünstigt das Krankheiten bei der Pflanze. Wichtig ist auch, sie  zuvor auf Schädlinge und Krankheiten zu untersuchen, da solche sich sonst sehr leicht auf andere Zimmerpflanzen ausbreiten können.

3. Winterharte Pflanzen schützen

Nur weil eine Pflanze „winterhart“ ist, bedeutet das nicht gleich, dass sie den Winter sicher  übersteht. Vor allem Pflanzen in Töpfen sind besonders gefährdet, da sich die Kälte von allen Seiten auf sie ausbreiten kann. Du kannst einiges tun, um ihnen die kalten Monate etwas erträglicher zu gestalten. Zu allererst kannst Du abgestorbene und vertrocknete Blätter Deiner Pflanze abschneiden, da sie so keine Energie in bereits tote Blätter stecken kann. Aber Achtung: Wirklich nur totes Material abschneiden, eine „Verletzung“ am noch lebenden Holz bietet eine große Angriffsfläche über den Winter.

Außerdem tut es der Pflanze gut, wenn Du den Topf, in dem sie sich befindet, in Fließ, Kokosmatten, Kartoffelsäcken oder ähnlichem einwickelst. So verhinderst Du, dass der Wurzelballen bei starkem Frost komplett einfriert. Zusätzlich tut es der Pflanze sehr gut, wenn Du die Erde mit abgefallenem Laub bedeckst und darüber Nadelbaumzweige legst. Durch Mikroorganismen in der Erde werden die Blätter zersetzt und geben für die Pflanze wichtige Nährstoffe frei. Die Nadelzweige sind ein weiter Schutz vor Frost.

Zu guter Letzt solltest Du auch im Winter aufpassen, dass die Pflanzen nicht vertrocknen. Normalerweise reichen der Schneefall und die anschließende Schmelze für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt. Wenn Du die Pflanze jedoch geschützt aufstellst, solltest Du hin und wieder die Feuchtigkeit der Erde kontrollieren.

4.    Balkonmöbel schützen

Falls Du Terrakotta- oder Tongefäße auf Deinem Balkon stehen hast, ist es ganz wichtig, diese vor Frost zu schützen und in die Wohnung zu holen. Beide Stoffe enthalten Wasser, welches bei Frost gefrieren kann und durch die Ausdehnung die Töpfe sprengt.

Ebenfalls sehr anfällig sind die Möbel auf dem Balkon. Plastikmöbel solltest Du abdecken, um sie vor Witterung zu schützen. Holzgarnituren haben es am liebsten, wenn sie den Winter im warmen verbringen dürfen. Ist dies nicht möglich, ist dies aber auch nicht allzu schlimm. Mit Pflegemittel kannst Du das Holz im Winter behandeln und es so bedeutend weniger anfällig gegenüber Kälte machen.
Auf jeden Fall solltest Du aber auch die Holzmöbel abdecken, da Wasser, welches in Ritzen gefriert, auch hier große Schäden anrichten kann.

5. Balkon auch im Winter gemütlich machen

Damit der Balkon im Winter nicht allzu trist erscheint und Du die wenigen Sonnenstunden trotzdem mit einem warmen Getränk genießen kannst, haben wir noch ein paar weitere Tipps:

Die wärmenden Verpackungen der Kübel eignen sich hervorragend um sie mit bunten Schleifen oder ähnlichem zu Verzieren. Um der Pflanzenarmut entgegen zu wirken, eignen sich besonders Materialien aus der Natur wie Moose, Flechten oder Tannenzapfen. Auch ist es möglich, mit den winterharten Hagebutten farbige Akzente zu setzen.

Wenn Du Dir Gesellschaft auf Deinem Balkon wünschst, kannst Du Dir auch überlegen, Maisenknödel aufzuhängen. Wenn Du in der Stadt wohnst, solltest Du aber auf jeden Fall darauf achten, nur hängendes Futter anzubieten, alles andere würde größere Vögel wie Tauben oder Krähen anziehen.

Wir hoffen, Du und Deine Pflanzen kommen mit diesen Tipps unbeschadet durch den Winter. Wenn Du Deinen grünen Daumen auch mal außerhalb des Balkons ausleben willst, schau Dir doch mal unsere essbare Stadt an. Dort kannst Du eine Beetpatenschaft übernehmen und Dein eigenes kleines Beet bepflanzen.  

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