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Übersicht Erfolgreicher Auftakt der neuen Anleihe „Solarimpuls“
10. November 2017

Studie belegt: Weltweite Stromversorgung aus 100 % Erneuerbaren möglich

Eine globale Wende zu einer 100-prozentigen Versorgung mit Erneuerbarem Strom bis 2050 ist möglich und zudem günstiger als die atomare und fossile Stromproduktion. Zu diesem Schluss kommen finnische Wissenschaftler der Lappeenranta University of Technology (LUT) in einer aktuellen Studie.

Elektrizitätserzeugung von Erneuerbaren Energien in 2015 und 2050. Grafik: Lappeenranta University of Technology (LUT)und Energy Watch Group (EWG).

100 % Ökostrom weltweit

Pünktlich zum Klimagipfel in Bonn präsentieren Wissenschaftler der Lappeenranta University of Technology (LUT) gemeinsam mit der Energy Watch Group (EWG) eine umfassende Studie, der zufolge der weltweite Strombedarf bis 2050 komplett durch Erneuerbare Energien gedeckt werden könne. Außerdem sei ein vollständig auf Erneuerbaren Energien basierendes Elektrizitätssystem kostengünstiger als die konventionelle Stromerzeugung.

Die vollständige Studie zum Download (PDF)

Kostenersparnis, neue Arbeitsplätze und CO2-Vermeidung

Während die Stromkosten (inklusive Abregelungen, Speicher- und Netzkosten) für 100-prozentigen Ökostrom derzeit 70 €/MWh betragen, sollen es im Jahr 2050 nur noch 52 €/MWh sein. Eine 100-prozentig erneuerbare Stromerzeugung würde die Treibhausgasemissionen im Stromsektor außerdem auf null reduzieren und bis zu 17 Millionen neue Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren Energien schaffen.

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Photovoltaik und Batteriespeicher als Schlüsseltechnologie

Laut der Studie werden Photovoltaik und Batteriespeicher aufgrund der stark sinkenden Kosten die wichtigsten Pfeiler der erneuerbaren Stromversorgung sein. Die Autoren prognostizieren einen Anteil von 69% Photovoltaik, 18% Windenergie, 8% Wasserkraft und 2% Bioenergie im Strommix des Jahres 2050. Der Vormarsch der PV-Energie werde vor allem durch Batteriespeicher ermöglicht, welche für kurzfristige Stromspeicherung geeignet sind und somit tägliche Schwankungen ausgleichen können. Weiterhin würden saisonale Schwankungen mit aus Ökostrom erzeugtem Gas abgefangen werden. Insgesamt 31% des weltweit erzeugten Stroms sollen für die spätere Nutzung gespeichert und zwischengelagert werden, wobei den Batteriespeichern mit einem Anteil von 95% eine Schlüsselrolle vorhergesagt werden.

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Neuartige Modellierung

Die Ergebnisse der Studie basieren auf einem neuartigen Prognosemodell, welches die Welt in 145 einzelne Regionen unterteilt und für jede Region einen kostenoptimierten Technologiemix errechnet, der auf den lokal verfügbaren erneuerbaren Ressourcen basiert. Anschließend wurde für ein gesamtes Jahr die stündlich aufgelöste Stromerzeugung errechnet. Darauf basierend wurde der weltweite Ausbaufortschritt bis 2050 in 5-jahres Intervallen modelliert. Die Studie berücksichtigt des Weiteren ein prognostiziertes Weltbevölkerungswachstum von 7,3 Mrd. auf 9,7 Mrd. Menschen und den damit verbundenen Anstieg des Energiebedarfes von 24.310 TWh im Jahr 2015 auf ungefähr 48.800 TWh im Jahr 2050.

Energiewende eine Frage des politischen Willens

Das bemerkenswerte an der Studie ist, dass sie das bei Kritikern der Energiewende weit verbreitete Argument entkräftet, dem zufolge eine ganztägige und ganzjährige Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien aufgrund derer hohen Fluktuation nicht möglich wäre. „Die Energiewende ist nicht länger eine Frage von technologischer Umsetzbarkeit oder wirtschaftlicher Rentabilität, sondern eine Frage des politischen Willens“ betont Christian Breyer, Hauptautor der Studie, LUT Professor für Solarwirtschaft und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Energy Watch Group.

Die vollständige Studie zum Download (PDF)

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