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22.02.2018 19:00 Uhr orange bar der Green City Energy AG, Zirkus-Krone-Straße 10, 80336 München

Klimaziele 2020/2030 – was können wir (noch) erreichen?

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Mutbürger für Energiewende!" zeichnet die führende Agentur „AGORA-Energiewende“ das „Big Picture 2020/2030“ und legt fundierte Vorschläge vor, wie ein zukunftsweisendes „Gemeinschaftswerk Energiewende“ gleichzeitig Versorgungssicherheit, ökonomischen Erfolg und Klimaschutz gewährleisten kann.

Deutschland sieht sich beim Klimaschutz als Vorreiter. Bis 2020 sollen die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen um 40 Prozent unter dem Niveau von 1990 liegen. Dieses Ziel hat die große Koalition bereits 2007 im Integrierten Energie- und Klimaprogramm festgelegt; seither wurde es – auf Branchen heruntergebrochen – immer wieder bekräftigt, zuletzt auch in den Sondierungsgesprächen für eine neue Regierung; wieweit es durch die neue Bundesregierung bestätigt und mit konkreten Maßnahmen unterfüttert werden wird, bleibt abzuwarten.

Doch die Lücke zum Ziel ist groß. Im Jahr 2016 lag die Emissionsminderung bei (zu geringen) minus 28 Prozent verglichen zu 1990; die Differenz zum 2020-Ziel beträgt 150 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Der im April 2017 vorgelegte Klimaschutz-Projektionsbericht der Bundesregierung prognostiziert, dass die bereits beschlossenen Klimaschutzmaßnahmen dazu führen werden, dass die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 (nur) um 35 Prozent sinken. Lag 2016 die durchschnittliche globale Erderwärmung gegenüber vorindustrieller Zeit schon bei +1,3 Grad Celsius, so ergäbe rechnerisch die 30-jährig gemittelte Steigerung von +0,1 Grad C/a eine Erderwärmung von +1,5 Grad C bereits in 2018/2019 und von +2 Grad C in 2025!

Erschwerend kommt hinzu: Der Projektionsbericht der bisherigen Bundesregierung geht von veralteten Annahmen aus: Die tatsächliche Entwicklung in etlichen, für den Treibhausgasausstoß relevanten Bereichen wird nämlich deutlich unterschätzt. Dies hat AGORA-Energiewende auf Basis neuerer Zahlen vor kurzem erneut aufgezeigt. Das Ergebnis ist (leider), dass die Klimaschutzlücke deutlich größer ist als bislang gedacht.

Die neue Bundesregierung wird daher kurzfristig ganz erheblich nachlegen müssen, will sie zumindest noch in die Nähe des 2020-Klimaschutzziels von -40% kommen. Notwendig ist ein konkretes Sofortprogramm, das noch im ersten Halbjahr 2018 beschlossen werden muss, um bis 2020 noch einige Wirkung entfalten zu können.

Vor diesem Hintergrund präsentiert Philipp Godron von AGORA-Energiewende am 22. Februar Vorschläge für eine Energiewende, die gleichzeitig Versorgungssicherheit, ökonomischen Erfolg und Klimaschutz gewährleisten kann.

 

Referent: Philipp Godron, AGORA-Energiewende, Berlin; Projektleiter Internationale Energiepolitik

Veranstalter: Die Umwelt-Akademie e.V. in Kooperation mit Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft Green Budget Germany (FÖS)

Anmeldung nicht obligatorisch, aber hilfreich unter: veranstaltungen@die-umwelt-akademie.de

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe „Mutbürger für Energiewende!“

Report zum Big Picture 2020/2030 von AGORA-Energiewende (PDF)

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