München muss handeln – Ja,das finden wir auch!

Green City e.V. ist Gründungsmitglied des zivilgesellschaftlichen Bündnisses München muss handeln, das sich im Juli des vergangenen Jahres gegründet hat.

Warum aber besteht die Notwendigkeit eines solchen Bündnisses überhaupt?

Die kommunale Demokratie ist eine wichtige Säule unseres politischen Systems. Kommunalpolitik regelt insbesondere die Themen, die die Bürger*innen unmittelbar betreffen. Sozusagen direkt vor unseren Haustüren. Genau deswegen brauchen wir in München einen Stadtrat der so handelt, dass die Pariser Klimaziele erreicht werden. Weit weg? Finden wir nicht, denn München wird ganz besonders von den Folgen der Klimaerwärmung betroffen sein: Bevölkerung und Infrastruktur konzentrieren sich in der Landeshauptstadt auf sehr engen Raum.

Faktoren, die die Wärme in der Stadt zusätzlich fördern sind u.a. die dichte Bebauung und versiegelte Oberflächen, Verkehr und Industrie, wenig Bäume, fehlende Wasserflächen und wenig Luftaustausch durch Wind. Auch das natürliche Münchner „Freizeitparadies“ trifft es hart: Die Folgen des Klimawandels sind in den Alpen besonders gravierend: Der mittlere Temperaturanstieg ist doppelt so hoch wie im übrigen Bayern.

Damit wir eine Chance haben, die Klimaerwärmung noch einzugrenzen, muss auch jede Stadt ihren Beitrag leisten. Die diesjährige Stadtratswahl wird die letzte Wahl sein, bei der die Münchner Bürger*innen die Möglichkeit haben werden, einen klimapolitisch engagierten Stadtrat zu wählen.

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Wann und wie wählen?

Alle sechs Jahre finden in Bayern Kommunalwahlen statt. Bei den Wahlen am 15. März 2020 werden in 71 Landkreisen und 2056 Städten, Märkten und Gemeinden die Kreistage, Stadt-, Markt- und Gemeinderäte für sechs Jahre neu gewählt.

Wie funktioniert die Kommunalwahl eigentlich und welche Besonderheiten bringt sie mit sich? Diese und noch weitere Fragen beantwortet München muss handeln auf der Homepage.

Wer macht sich stark für den Klimaschutz?

Im Dschungel der Parteiprogramme verliert man schnell mal den Überblick. Der (Klima)Wahlhelfer, ein Online-Tool, das zeigt, wie die zur Wahl stehenden Stadträt*innen und Parteien zu den Forderungen der Fridays For Future stehen, schafft Abhilfe:

zum (Klima)Wahlhelfer

Eine Möglichkeit sich live zu informieren, ist die Veranstaltung Klimawahl 2020: Zukunft oder Zaudern? am 27. Februar (UTOPIA München | Heßstraße 132).

Ein Rückblick: München muss handeln: 32 Forderungen – 500 Bündnispartner

Der zivilgesellschaftliche Zusammenschluss von inzwischen fast 500 Münchner Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen steht hinter den 32 Forderungen, die von Fridays for Future München gemeinsam mit den Scientists for Future entwickelt wurden. Die zentrale Aufgabe des Bündnisses ist es, sich aktiv in die Stadtpolitik einzubringen und die von der Gesellschaft gewählten Politiker*innen bis zur Kommunalwahl immer wieder an ihre Verantwortung gegenüber den Bürger*innen zu erinnern.