Schatzsuche auf dem Grünspitz

Am letzten Tag der Sommerferien, den 10. September 2018, fand im Rahmen der Ökolumbini eine Schatzsuche zum Thema „Nachhaltige Ernährung und Wertschätzung der Lebensmittel“ auf dem Giesinger Grünspitz statt. Mithilfe einer Schatzkarte und kleinen Hinweisen lösten die Kinder verschiedene Rätsel und Aufgaben. So setzten sie sich den ganzen Tag spielerisch mit Herkunft, Anbau und Zubereitung von Lebensmitteln auseinander.

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Auf der Suche nach der blauen Perle

Eine große Aufgabe musste dabei bewältigt werden: Die Kinder wollten den Schatz – eine blaue Perle, die unsere Erde symbolisieren soll – wiederfinden. An den sieben Stationen gingen wir vielen spannenden Fragen auf den Grund: Was braucht eine Pflanze zum Wachsen? Um das mit eigenen Augen zu sehen, bastelten wir Tiere aus alten Milchkartons und säten darin Kresse an. Wie entsteht aus dem Getreide auf dem Feld eigentlich ein Brot? Auch das erfuhren wir durch ein Puzzle. Indem wir eine Nahrungskette selbst nachstellten, erkannten wir, wie viel Sonnenenergie in einer Karotte, einem Hasen und einem Fuchs steckt. Eine rege Diskussion entstand, als wir über künstliche Konservierungsstoffe sprachen und überlegten, wie man Obst und Gemüse auf natürlich Weise haltbar machen kann: Marmelade einkochen, saure Gurken einlegen oder Apfelchips selbst trocknen waren nur einige genannte Beispiele.

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Am besten selbstgemacht

Natürlich wollten wir an diesem Tag auch ein nachhaltiges Essen zubereiten, und das ganz ohne Strom über dem Lagerfeuer. Dazu durften die TeilnehmerInnen erstmal fleißig Teig für das Stockbrot kneten. Anschließend gab es noch Berge an Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Lauch zu schnibbeln. Das Feuer war schnell entfacht und alle drehten gespannt ihre Stöcke mit Teigspiralen über der Glut. Nebenbei dampfte unsere Kartoffelsuppe über dem Feuer, die wir noch mit gepflückten Kräutern verfeinerten. Sehr lecker war’s auf jeden Fall, da waren wir uns einig!

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Was heißt Bio und wo kommt unser Essen her?

Am Nachmittag überlegten wir gemeinsam, was biologischer Anbau eigentlich bedeutet und warum weniger Pestizide und künstliche Dünger für uns und die Natur besser sind. In einem Sinnes-Experiment durften die Kinder mit verbundenen Augen tasten, riechen und schmecken, ob es Unterschiede zwischen einer konventionellen Gurke und einer Bio-Gurke gibt. Außerdem testeten wir Orangensaft aus Konzentrat und frisch gepressten Saft sowie verschiedene Sorten Wasser. Beim Orangensaft fiel das Ergebnis ganz klar aus: Der frisch gepresste Saft ist viel aromatischer. Das Leitungswasser schmeckte genauso gut wie das aus dem Supermarkt.

Auf einer Weltkarte verfolgten wir die Transportwege von Erdbeeren mit Flugzeug, Schiff und Lastwagen. Anschließend wussten wir: Bio-Erdbeeren direkt aus Bayern sind am umweltfreundlichsten. Die Früchte, die mit dem Flugzeug aus weit entfernten Ländern zu uns kommen, produzieren auf ihrem Weg am meisten COund schädigen unser Klima. Eine zitronige Jogurt-Quark-Creme mit saisonalem Obst wie Birnen, Pflaumen und Äpfel versüßte uns die Nachmittagspause. Hierfür verwendeten wir Zutaten, die in Mehrweggläsern oder unverpackt erhältlich sind.

Der Schatz wird entdeckt

Der letzte Zettel der Schatzsuche verwies auf einen großen Baum in der Mitte des Geländes. Nach längerer Suche und mithilfe einer Räuberleiter konnten wir den Schatz endlich bergen: kleine, blaue Perlen, aus denen wir zum Abschluss noch Armbänder bastelten.
So ging ein spannender und ereignisreicher Tag zu Ende, an dem die Kinder nicht nur viel Spaß beim Schatzsuchen und Kochen am Feuer hatten, sondern auch wie nebenbei zahlreiche Impulse für eine nachhaltige Ernährung bekommen haben.

Förderer gesucht!

Wir haben keine Förderung für das Projekt Ökolumbini. Um den Kindern mehr als drei Termine im Jahr anbieten zu können, sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Projektleiterin Veronika Fröhlich  beantwortet gerne alle Fragen!

 

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