Die Klimaküche: 400 Schüler*innen entdecken klimafreundliche und ökologische Ernährung

Welche Lebensmittel wachsen in welchen Regionen und zu welcher Saison? Wie wirkt sich Fleischkonsum auf das Klima aus? Und wie können wir die Verschwendung von Essen einschränken? In unserem Projekt Klimaküche widmen wir uns gemeinsam mit Schüler*innen im Alter von zehn bis sechzehn Jahren diesen Fragen und erkunden die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Klimawandel. Im Klimaküchen-Schuljahr 2017/2018 haben wir mit der Carl von-Linde-Realschule und der Wilhelm-Röntgen-Realschule zusammengearbeitet, mit der Mittelschule an der Wiesentfelder Straße und der Grundschule an der Plinganserstraße.

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Klimagerechte Ernährung in der Praxis

Insgesamt nahmen rund 400 Schüler*innen aus 16 Schulklassen an vier bis fünf abwechslungsreichen Projekttagen der Klimaküche teil. Während zu Beginn der Projektwoche die Vermittlung von Wissen im Vordergrund stand, besuchten die Schüler*innen am dritten Projekttag einen Biobauernhof und konnten sich vor Ort anschauen, wie eine artgerechte Tierhaltung aussieht. Außerdem erlebten sie dort hautnah, welche Vorteile die Artenvielfalt auf ökologisch bewirtschafteten Höfen für das Wohlergehen der Tiere und die Qualität der Lebensmittel mit sich bringt. Am Ende der Projektwoche entdeckten die Schüler*innen, wie einfach klimagerechte und ökologische Ernährung umsetzbar ist: Für ein großes Klimafrühstück kauften sie gemeinsam ein und bereiteten in Kleingruppen zehn leckere Snacks und Getränke zu. Anschließend überlegten sie ganz konkret, welchen Tipp zur klimagerchten Ernährung sie in der Praxis austesten wollen.

Die Klimaküche: gelebter Klimaschutz!

Einige Schüler*innen versuchen ihren Fleischkonsum zu reduzieren, andere nehmen sich vor, die Eltern beim Familieneinkauf von Bioprodukten zu überzeugen oder in der Einkaufsplanung auf die Auswahl von saisonalem Obst und Gemüse zu achten.  In diesen Tagen treffen sich die Teilnehmer*innen der Klimaküche zu einem Visionstag, um die Inhalt der Projektwoche aufzufrischen – und gleichzeitig den eigenen Alltag unter die Lupe zu nehmen: Was ist aus meinen persönlichen klimafreundlichen Vorsät­zen geworden? Und was hat sich an der Schule verändert? Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Familien ihre Einkaufsroutine hinterfragen und ändern und welche Erfolge es an den Projektschulen zu feiern gibt.

Einige  Schüler*innen bereiten klimafreundliche Snacks und Getränke zu und verkaufen diese, andere achten im Kochunterricht auf ökologisch produzierte Zutaten oder sie bauen selbst Kräuter, Salate und Gemüse an, um die Kosten für hochwertige Lebensmittel gering zu halten. Das ist gelebter Klimaschutz!

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