Illegale Holzschläge zerstören Regenwälder

Regenwald; Pixabay

Hast Du Dich auch schon öfter gefragt woraus unser Papier eigentlich genau besteht? Der Hauptbestandteil ist Holzzellstoff. Leider stecken hinter der Gewinnung von Holzzellstoff kriminelle Praktiken, die ganze Urwälder zerstören.

Green City e. V. zeigt Dir, wer den illegalen Holzeinschlag betreibt, was die Folgen davon sind und was Du selbst dagegen machen kannst.

Knapp die Hälfte der Urwälder sind akut bedroht

80 Prozent unserer Urwälder sind bereits zerstört. Von den verbliebenen Wäldern sind 40 Prozent akut bedroht. Kriminelle Holzfäller betreiben Raubbau und dringen in Schutzgebiete ein. Die Holzmafia macht damit ein Multi-Millionen-Dollar-Geschäft und gefährdet die übrigen Urwälder massiv.

Die Konsequenzen der illegalen Holzschläge sind katastrophal: Tiere sterben, Pflanzen und Naturvölker verlieren ihren Lebensraum und der CO2-Haushalt wird aus dem Gleichgewicht gebracht.

Die illegalen Machenschaften der Papierindustrie

Große Papierkonzerne gewinnen bis zu 75 Prozent ihres Holzes aus illegalem Abbau. Die Folgen sind verheerend. Seit den 1990er Jahren verliert allein Indonesien 3,8 Millionen Hektar seines ursprünglichen Waldes. Leider befindet sich das daraus hergestellte Papier auch im deutschen Handel. Zum Glück haben einige Unternehmen ihre Verträge mit diesen Konzernen bereits auf Eis gelegt.

Die EU-Holzhandelsverordnung (EUTR) verbietet den Handel von nicht deklariertem Tropenholz. Wer dagegen verstößt macht sich strafbar. Leider sind die ursprünglichen Holzarten nach mehreren chemischen Prozessen kaum zu unterscheiden. Die Folge davon: Einige deutsche Unternehmen verkaufen Papierprodukte, die nicht deklariertes Tropenholz beinhalten.

Tipps gegen kriminellen Holzraubbau

Du möchtest dich gegen kriminellen Holzraubbau engagieren? Diese einfachen Tipps verschaffen Dir Klarheit und zeigen Dir welche Produkte nachhaltig sind:

  • Verwende Recyclingpapier
  • Achte bei Druckprodukten auf das Siegel FSC oder PEFC
  • Bestehe bei No-Name-Drucken und Deiner Druckerei auf den Nachweis der Herkunft des Holzes
  • Achte bei Produkten wie Briefhüllen, Schulheften, Kalender und Geschenkverpackungen auf geprüfte Siegel oder verlange Nachweise, falls sie Papiere verwenden, die keine Siegel besitzen

Herzlichen Dank an die Druckerei Ulenspiegel für die zur Verfügung gestellten Informationen. Die Druckerei geht mit gutem Beispiel voran und produziert klimaneutral.

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