Urbanes Grün 7. April 2020

Jetzt Erdbeer-Bienen-Forscher*in werden und das Projekt Blühende Bänder unterstützen!

Die TU München und Green City suchen fünf bis zehn Haushalte in München, die an einem spannenden Experiment über Bestäubung in der Stadt teilnehmen möchten und dazu ihre privaten Gärten (keine Balkone) zur Verfügung stellen.

Ziel unseres Experiments: Wir stellen Pflanzen zur Verfügung und erfassen zusammen anhand der Größe, des Gewichts und der Samenzahl der gereiften Früchte, wie gut die Bestäubung durch Insekten in städtischen Ökosystemen funktioniert. Solche Modellpflanzen, mit denen man Eigenschaften von Ökosystemen wie z.B. der Bestäubungsleistung misst, nennt man „Phytometer“. Viele Studien zeigen, dass in städtischen Gärten besonders viele bestäubende Insekten leben. Wir werden die Ergebnisse aus den Gärten später mit den Phytometern vergleichen, die wir gleichzeitig an unseren städtischen Blühflächen aus dem Projekt „Blühende Bänder“ aufstellen. Auf diese Weise möchten wir die Wirksamkeit unserer Blühflächen in der Stadt erfassen.

Denn auch in Städten ist die erfolgreiche Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen enorm wichtig. Eine große Anzahl von Wildbienen und anderen Nützlingen lebt heutzutage in Städten wie München. Diese Populationen möchten wir erhalten und fördern. Für eine gute Ernte (z.B. städtische Gemüsegärtner, sowohl privat als auch kommerziell), als auch für artenreiche städtische Insekten- und Wildpflanzengemeinschaften.

Die Inhalte unseres Experiments

Das Experiment wird folgendermaßen ablaufen: Die Projektverantwortlichen der TU München bringen den Gartenbesitzer*innen in der dritten Maiwoche getopfte Erdbeeren, Ackerbohnen oder Hahnenfußpflanzen, die sie in ihren Gärten aufstellen, pflegen und gießen. Nach einem bestimmten Protokoll sollen die Zeitpunkte der Entwicklung von Blütenständen, Blütenöffnung, Abblühen und Fruchtentwicklung dokumentiert und an uns übermittelt werden. Bei Fruchtreife werden mit Hilfe von Lineal und Küchenwaage nach einem einheitlichen Schema die Parameter zur Erfassung der Bestäubungsleistung gemessen und uns die Daten zur Auswertung zur Verfügung gestellt.

Zudem brauchen die Wissenschaftler*innen zwei Mal Zutritt in die Gärten für eine kleine Bestandaufnahme der Umgebung und die Erfassung der Insekten in den Gärten. Wer möchte, kann selbst nach einer kleinen Einführung Beobachtungen der Blütenbesucher an den Versuchspflanzen durchführen.

Du hast einen Garten und möchtest unser Projekt unterstützen? Dann schreibe uns eine Mail und gib bitte als Betreff „Erdbeer-Experiment“ an. Folgende Infos bräuchten wir von Dir per Mail:

– Wo befindet sich der Garten (Adresse oder Maps-Koordinaten)

– Wie groß ist der Garten (in qm)

– Bild(er) vom Garten

Wir freuen uns über Deine Hilfe!

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