Mobilität 16. Juli 2020

Öffentlichen Raum neu denken – die Stadt nach der Pandemie: Green City e.V. zu Gast beim Grünschnabel Podcast

Zum Thema Öffentlichen “ Raum neu denken – die Stadt nach der Pandemie haben wir eine Podcastfolge in Kooperation mit dem Münchner Podcast “Grünschnabel” aufgenommen.

Die Corona-Krise hat das öffentliche Leben in einen Ausnahmezustand versetzt und zahlreiche negative Auswirkungen im medizinischen, psychologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich mit sich gezogen. Aber bringt die Krise nicht auch positive Effekte und neue Chancen, gerade für die Stadtentwicklung, mit sich?

Der Lockdown bot die Möglichkeit, den öffentlichen Raum anders wahrzunehmen und dadurch neu zu denken, neu zu gestalten. Ein experimenteller Erfahrungsraum ist entstanden: Die Stufe an der Straßenecke wird zum allabendlichen Sitzplatz in der Abendsonne oder ein aufgestellter Tisch vor der Haustür ermöglicht das gemütliche Essen in Freiluft. Ein sonst unbeachteter Stadtraum erhält neue Aufmerksamkeit. Die Möglichkeiten den öffentlichen Raum flexibler und temporär zu gestalten sind durch den Ausnahmezustand gewachsen.

Was hat sich im öffentlichen Raum geändert?

Seit Ende Juni gibt es in München Pop-Up Radwege. Kurzfristig umgesetzte Radwege, die Fahrradfahrer*innen, zumindest vorübergehend ihren benötigten Raum bieten. Zu finden sind diese beispielsweise in der Rosenheimerstraße, Zweibrückenstraße und in der Theresienstraße.

Ein weiteres Beispiel sind die erweiterten Freischankflächen, die sogenannten Schanigärten, die man vor vielen Cafés und Restaurants entdecken kann. Durch kreative Zäune begrenzt, stehen Tische und Stühle auf ehemaligen Parkplätzen und bieten einen neuen Aufenthaltsort und ein neues Straßenbild. Zudem sind Nachbarschaftsstraßen in ganz München für diesen Sommer geplant, welche temporär für Autos gesperrt und als Spielstraßen genutzt werden sollen. Auch die Theresienwiese wird temporär umgenutzt, sodass mitten in der Stadt eine Urlaubsatmosphäre entsteht, zum Beispiel durch den Green City-Palmengarten.

Projekte wie diese zeigen, dass die Krise sehr wohl einen positiven Effekt auf die Stadtgestaltung und Entwicklung in München haben kann. Es bleibt jedoch die Frage, wie, ob und von wem der öffentliche Raum bespielt werden kann und muss, um Einfluss auf die Stadtentwicklung in München zu nehmen.

Aufbau der Podcastfolge

In Kooperation mit dem Grünschnabel Podcast ist ein Austausch mit Expert*innen entstanden, der sich genau mit diesen Überlegungen und Fragen auseinandersetzt. Eingeladen auf ein Gespräch über Zoom waren:

Anja Bierwirth, Leiterin des Forschungsbereichs Stadtwandel am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie.

Felix Lüdicke, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum der TU München und Mitbegründer von Raumzeug, einem Kollektiv, das sich mit dem Aufspüren und Bespielen von öffentlichen Freiräumen beschäftigt.

Und das Referat für Stadtverbesserung, ein Kollektiv aus Architektur- und Urbanistikstudierenden, die viele Ideen für die Umgestaltung der Schwanthalerstraße mitbringen.

Gemeinsam wurden aus theoretischer sowie praktischer Sichtweise die Potenziale und Chancen für eine durch die Krise geprägte Stadtentwicklung besprochen.

Interessierst auch Du Dich für die Einflüsse der Krise auf die Post-Pandemie-Stadt? Dann höre gerne die Folge zu “Öffentlichen Raum neu denken – die Stadt nach der Pandemie” bei unserem Kooperationspartner Grünschnabel auf Spotify an:

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Kontakt

Katharina FreseÖffentlicher Raum+49 89 890 668 - 337