Voneinander Lernen

Wie jede(r) Einzelne im Alltag dazu beitragen kann, die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen

Die Vereinten Nationen haben 2016 die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) verabschiedet, eine globale Nachhaltigkeitsagenda, die für alle Staaten gilt und mit denen bis 2030 folgende Ziele erreicht werden sollen:

Quelle: Agenda 2030 der Bundesregierung

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Wie kann nachhaltiges Handeln im Alltag umgesetzt werden?

Im Projekt Voneinander Lernen tauschen wir uns dazu aus, wie, wo und mit welchen Werkzeugen wir in München dazu beitragen können, diese Ziele zu erreichen. Jede(r) Beteiligte teilt sein Wissen, seine Fähigkeiten, Informationen und Erfahrungen und trägt somit zu hochwertiger, nachhaltiger Bildung bei. Die Begeisterung des Einzelnen motiviert die Anderen. So führt die Möglichkeit, Dinge direkt ausprobieren zu können, zur Erkenntnis, dass nachhaltiges Handeln im Alltag gar nicht so schwer ist.

Aus dem Austausch, den gemeinsamen Workshops und Führungen entstand der Wunsch nach einem „Voneinander Lernen“-Stammtisch für Selbermacher. Dieser findet an jedem ersten Montag des Monats ab 18:30 im Green City-Büro statt.

Mit interaktiven Workshops voneinander Lernen

Zu den folgenden zehn Themenschwerpunkten haben wir in der Saison 2019 viel voneinander gelernt. Ein Klick auf die aufgeführten Links führt zu einer ausführlichen Dokumentation mit Tipps, Tricks, Rezepten sowie weiteren Informationen.

Bio-Gärtnern: Bepflanzung – Gestaltung – Pflege – Biodiversität
Bio trägt nicht nur zu Gesundheit und Wohlbefinden bei, sondern bietet durch die Eigenversorgung mit Lebensmitteln Einsichten in nachhaltige Produktion und Konsum und leistet zudem einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtgestaltung. Die Gemeinschaftsbeete wurden in Kleingruppen bepflanzt und dienten den Gärtner*innen und Besucher*innen als Schaugarten für Biodiversität

Im Zusammenhang mit dem Bau von Hügelbeeten auf früheren Überschwemmungsflächen setzten wir uns mit den Themen Maßnahmen zum Klimaschutz, dem Leben an Land auseinander und der Beseitigung von Ungleichheiten auseinander.

Wurmkiste – Dünger – Pflanzenjauchen
Bodenverbesserung durch Wurmkiste, Bokashi und Pflanzenjauchen statt durch Gülle und synthetische Düngemittel fördert Artenvielfalt und Bodenleben und bietet zudem neue Erkenntnisse in den Bereichen nachhaltige Produktion, Konsum, Klimaschutz und Leben an Land.

Umgebung der Grünparzellen erkunden
Erkundungen entlang der Isarhangkante führten zu Biotopen, zeigten wie die Ressource Wasser über die Jahrhunderte genutzt wurde und welchen Einfluss Stadtgrün auf das Mikroklima hat.

Naturapotheke – Heilpflanzen
Unter dem Motto Naturapotheke – die Heilkräfte der Natur nutzen erstellte eine Gruppe ein Faltbüchlein in dem Heilpflanzen vorgestellt werden und andere trafen sich zu einem Workshop in dem „Hausrezepte“ gegen Erkältungs-Symptome hergestellt und probiert wurde.

Rezepte für regionale, saisonale Gerichte – Das Rosengarten-Kochbuch
Das Rosengarten-Kochbuch eine Sammlung regionaler und saisonaler Rezepte mit jeweils mindestens einer Zutat vom eigenen Beet erscheint demnächst in einer Print-Version unter dem Titel „Urban Cooking“. Alle Rezepte wurden gemeinsam probe-gekocht und für das Kochbuch fotografiert.

Konservieren und Fermentieren
Unterschiedliche Konservierungstechniken wurden gesammelt, vorgestellt und im Rahmen eines Workshops ausprobiert. Wird nicht lagerfähiges Gemüse und überschüssige Ernte für den Winter haltbar gemacht, verringert dies nicht nur Lebensmittelverschwendung und Hunger, sondern trägt auch zu Gesundheit und Wohlbefinden bei.

Second Hand / Second Life – Up-Cycling
Gib den Dingen eine 2. oder 3. Chance – war das Thema eines Newsletters sowie eines „Voneinander Lernen“-Stammtisches, zu dem die Teilnehmer Beispiele mitbrachten und anschließend über Schonung der Ressourcen, Veränderungen im Produktions- und Konsumverhalten diskutierten.

Teilen statt besitzen
Während eines gemeinsamen Picknicks sammelten die Teilnehmer Beispiele zum Thema Nutzen statt besitzen und teilten diese über den Voneinander Lernen Newsletter nachhaltige Mobilität. Reduktion des ruhenden Verkehrs und Freisetzung von Parkplätzen für neue Orte der Begegnung wurden als wichtiger Aspekt einer nachhaltigen Stadt identifiziert.

Zero Waste I – Einkaufen / Lebensmittelverschwendung vermeiden
Die Zero Waste Challenge – regte an mit einem 30-Tage Journal den eigenen Grad der Lebensmittelverschwendung zu ermitteln. Beim Lösen verschiedener Aufgaben konnten neue Möglichkeiten entdeckt und eingeübt werden, wie einfach Verpackungsabfall und Lebensmittelverschwendung beim Einkaufen vermieden werden kann. Unter allen retournierten Stempelkarten wurden 5 Zero-Waste-Starterkits verlost.

Zero Waste II – Plastik vermeiden – Reinigungsmittel und Kosmetik selbst herstellen
Zur Vermeidung von Verpackungsabfall und Schonung von Ressourcen wurden in einem Workshop Rezepte zur Herstellung von Reinigungsmitteln vorgestellt und ausgetauscht. Das Herstellen einer breiten Produktpalette aus nur einer handvoll Zutaten, sowie die Abfüllung in wiederverwendbare Gläser sind ein Beitrag zur Schonung von Ressourcen, Klima- und Umweltschutz, sowie durch die Vermeidung von Mikroplastik dem Leben im Wasser zuträglich.

Die SDGs werden partizipativ und praktisch vermittelt

Es geht vor allem um folgende Nachhaltigkeitsziele:

Green City e.V. stellt die Verbindung zu den jeweiligen SDGs her. Da zu jedem Workshop unterschiedliche Teilnehmer*innen erwartet, daher wird zu jedem Workshop immer eine allgemeine Einleitung zu den SDGs gegeben.

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