So gelingt das plastikfreie Leben

Leben wir im Plastozän, dem Zeitalter des Plastiks? Am 21. April 2016 präsentierten die Autorinnen Anneliese Bunk und Nadine Schubert auf der Grünen Bühne Tipps und Rezepte, wie jede und jeder im Alltag Plastik reduzieren kann. Die Veranstaltung in der voll besetzten orange bar zeigte, dass immer mehr Münchner BürgerInnen ihren Kunststoffkonsum einschränken wollen und nach Alternativen suchen.

Plastikfrei: Wie geht das?

Egal ob Plastikmüll oder Mikroplastik: Kunststoffe belasten Umwelt und Gesundheit. In der Bevölkerung wächst nicht erst seit dem Film Plastic Planet das Bewusstsein für die Problematik. Welche Dimension Plastikmüll inzwischen erreicht, machten die Designerin Anneliese Bunk und die Journalistin Nadine Schubert deutlich: Mehr als 300 Kilogramm Plastik produziert jede und jeder Deutsche pro Jahr.

Die beiden ReferentInnen entschlossen sich deshalb vor drei Jahren dazu, Plastik aus ihrem Alltag zu verbannen. Auf der Grünen Bühne berichteten sie von ihren Erfahrungen und zeigten praktische Alltagstipps aus ihrem Buch Besser leben ohne Plastik.

Omas Wissen gegen verstecktes Plastik

Bunk und Schubert demonstrierten, dass uns Plastik im Alltag an vielen Stellen begegnet, an denen wir es nicht erwarten: Vom Kaugummi bis zum beschichteten Kassenzettel kommen wir ständig in Kontakt mit Kunststoffen. Selbst Papierverpackungen, die einen umweltfreundlichen Anschein erwecken, sind innen mit einer dünnen Plastikschicht überzogen.

Die gute Nachricht: Mit Omas Wissen lässt sich Plastik im Alltag mit wenig Aufwand vermeiden. Egal ob Schmierseife als Haushaltsreiniger oder Schlämmkreide als Zahnpasta: Selbst hergestellten Hygene- und Haushaltsartikeln bieten eine kreative und wirkungsvolle Alternative.

Drei einfache Tipps für weniger Plastik

Ihre Kernbotschaft betonten Anneliese Bunk und Nadine Schubert nochmals zum Ende des Abends: Das Problem Plastik kann jede und jeder von uns sofort in Angriff nehmen. Dafür gaben sie den BesucherInnen der Grünen Bühne drei plastikfreie Tipps mit auf den Weg, die wir Dir nicht vorenthalten möchten:

  • Einkaufskorb und Stofftasche statt Plastiktüte
  • Lose, regionale Lebensmittel statt verpackte Importware
  • Seife statt Duschgel

Wir bedanken uns bei den beiden Referentinnen sowie den TeilnehmerInnen für einen anschaulichen und praxisnahen Abend. Was wir gelernt haben: Ein plastikfreies Leben bedeutet nicht Verzicht, sondern vielmehr eine Bereicherung für den Alltag.

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Kontakt

Fabian NordenKommunikation / Politischer Referent(089) 890 668 -334