Wackersdorf: Kinofilm über die Atom-Gegenbewegung startet

Eine Bürgerinitiative, die sich gegen die Pläne eines Energiekonzerns und für den Erhalt der Natur in ihrer Heimat einsetzt, ein zweifelhafter Umgang mit demokratischen Werten – was gerade im Hambacher Forst geschieht, erinnert an einen Ort, der zum Sinnbild für den Widerstand gegen die Atomkraft in den 80er Jahren wurde: Wackersdorf.

Wackersdorf

Bayerische Gemeinde sollte Standort für Wiederaufbereitungsanlage werden

Über die legendäre Geschichte der kleinen Gemeinde in der Oberpfalz und den Einsatz ihrer BürgerInnen erscheint am 20. September 2018 ein Kinofilm von Regisseur Oliver Haffner. In den 1980er Jahren sollte dort eine Wiederaufbereitungsanlage für Atommüll gebaut werden. Argumentiert wurde mit der Schaffung dringend nötiger neuer Arbeitsplätze – durch eine Betriebsstilllegung in der Gemeinde gingen zahlreiche Stellen verloren. Um Widerstand aus der lokalen Bevölkerung zu umgehen, versuchte der Freistaat Bayern den damaligen Landrat Hans Schuierer für das Projekt zu gewinnen und so den Weg für die Bauarbeiten zu ebnen.

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Die Proteste von Wackersdorf sind nach wie vor aktuell

Als er die Baupläne für einen 200 Meter hohen Kamin vorgelegt bekommt, wurde Schuierer stutzig. Nachdem der Freistaat zusätzlich mit Gewalt gegen Proteste einer Bürgerinitiative vorgeht, lehnte es Schuierer nach eigenen Nachforschungen schließlich ab, die Baugenehmigung zu unterschreiben. Mit dieser mutigen Entscheidung legte sich der Landrat mit der mächtigen Strauß-Regierung an.

Die Geschichte um die geplante Wiederaufbereitungsanlage ist nach wie vor aktuell – und damit kann der Kinofilm ein wichtiges Signal setzen. Denn der Film ist mehr als nur eine Dokumentation der Atomproteste. Er setzt vielmehr ein wichtiges Signal: Heute wie damals liegt es in der Hand der BürgerInnen, Präsenz zu zeigen und für demokratische Werte einzustehen.

zum Webauftritt des Kinofilms

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