Nachhaltig mobil dank Internet und Co.: transfer 2018

Bingenheimer Rolf und Schüler Julian Elbel

Im Alltag sind Begegnungen zwischen Jugendlichen und den älteren Generationen eher selten. Die Interessen gehen auseinander und die Lebenswelten scheinen völlig unterschiedlich zu sein. Dabei können beide Seiten voneinander profitieren – bestes Beispiel ist unser Bildungsprojekt transfer – mobil sein, mobil bleiben, das wir auch letztes Jahr im Rahmen von CIVITAS ECCENTRIC durchführten.

168 SchülerInnen erklärten 128 älteren Menschen alleine im Jahr 2018, wie sie Computer und Smartphone nutzen können, um durch den ÖPNV mobil zu bleiben – dafür konnten die Heranwachsenden sich im Lehren ausprobieren und viel über den Umgang mit älteren Menschen lernen.

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Die Basics – Empathie und Wissen

Bei allen sieben Durchgängen an fünf weiterführenden Münchner Schulen war der Ablauf ähnlich: Zunächst bereiteten Green-City-MitarbeiterInnen die Jugendlichen an je zwei bis vier Terminen auf das Projekt vor. Zum Einen konnten sie durch einen GERTA, den GERontologischen TestAnzug,  quasi live austesten, wie es sich als SeniorIn mit körperlichen Einschränkungen lebt. Doch auch andere Aspekte, die sie im Umgang mit der älteren Generation beachten sollten, sprachen wir mit den Jugendlichen durch. Neben den Soft Skills ging es auch um die konkreten Inhalte des Projekts. Hier waren beispielsweise so manche Funktionsweisen der Apps des ÖPNV für die Jugendlichen neu.

Beatrice Knauff 3

Inhaltlich zusammenarbeiten

Oft ausgestattet mit eigenen Smartphones erschienen die älteren ProjektteilnehmerInnen zu den folgenden drei bis vier Terminen, um mehr über die Nutzung von Apps und Internet zu erfahren. Auch wenn viele der SeniorInnen eher allgemeine Fragen zur modernen Technik hatten und sich zuvor nicht viel mit nachhaltiger Mobilität beschäftigt hatten, konnten die SchülerInnen neue Inhalte vermittelt: Zusammenhänge zwischen Mobilität und Klimawandel, sowie recht neue Mobilitätsformen, wie Car- und Bike-Sharing, oder Fernbus und Bahn für Erlebnisse außerhalb des MVV-Gebiets besprachen wir neben der Fahrplanauskunft des ÖPNV. Sicher konnten wir durch die Fülle an neuen Informationen einen Anstoß zu mehr ökologischer Mobilität im Alltag der Älteren geben.

„Was hat Euch/Ihnen am Projekt besonders gut gefallen?“

Eindrücke der SchülerInnen:

„Wir haben viel gelacht und hatten gleiche Interessen!“

„Das Projekt hat auch mir Inhalte vermittelt, die ich davor noch nicht genau wusste. Die Arbeit mit älteren Menschen und ihnen alles genau zu erklären, fand ich super.“

Meinungen der SeniorInnen:

„Dass ich gelernt habe, mich besser zu orientieren, der nette Kontakt zu einer Schülerin, überhaupt die Idee, 2 Generationen zusammenzubringen – für mich eine Win-Win-Situation!“

„Flotte Fragen, flotte Antworten und geduldige Wiederholungen…“

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Unser Fazit:

Neben einer Förderung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für den Klimaschutz öffneten wir auch auf sozialer und zwischenmenschlicher Ebene im Jahr 2018 neue Türen: Mehrere ältere Menschen untereinander, sowie manche der im Projekt gebildeten Lernpärchen sind über die festgelegten Termine hinaus in Kontakt geblieben, wobei die Jugendlichen den älteren Menschen ehrenamtlich oder gegen ein kleines Taschengeld helfen.

Wir bedanken uns für die Offenheit aller Beteiligten, ohne die das Projekt nicht funktioniert hätte! Außerdem sind wir schon gespannt auf den weiteren Verlauf des Projekts und freuen uns auf viele neue, wissbegierige TeilnehmerInnen in 2019 und 2020!

 

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