So baust Du Dein eigenes Hochbeet

Hochbeete eignen sich ideal für Urban Gardening. Egal ob der Boden, auf dem Du ein Beet anlegen möchtest, asphaltiert oder betoniert ist oder Du vielleicht nicht sicher bist, ob die Erde mit Schadstoffen belastet ist – mit Hochbeeten kannst Du Dir auf jedem Untergrund eine kleine Grünoase schaffen. Zudem ist die Bodentemperatur eines Hochbeets verglichen mit der eines Flachbeets um fünf Grad wärmer. Die Pflanzen gedeihen besonders prächtig, weshalb Du mit einem höheren und früheren Gemüseertrag im Herbst rechen kannst.

Klingt interessant? Wir geben Dir Tipps an die Hand, wie Du beim Bau Deines Hochbeets vorgehst:

Das brauchst Du:

  • Holz-Aufsatzrahmen, IPPC 1200 x 800 x 200 Millimeter (erhältlich bei Flohmarkt-Portalen oder Händlern für Verpackungsmaterialien und Paletten)
  • Europalette, IPPC 1200 x 800 Millimeter
  • Noppenfolie (aus dem Baumarkt, am besten 1 Meter breit. Für ein Hochbeet mit 60 Zentimeter Höhe benötigst Du ein Stück in der Größe 3,50 x 1 Meter)
  • Äste, Zweige, Laub und Biomüll
  • Gartenerde
Green City, Grüne Schule, Michaeli-Gymnasium in Berg am Laim, Foto: Green City

1. Holzrahmen bauen

Für einen optimalen Ertrag legst Du das Hochbeet auf einem sonnigen und windgeschützten Platz in Nord-Süd-Richtung an. Zuerst baust Du einen Holzrahmen. Dabei kannst Du die Höhe je nach Gemüsesorte selbst wählen. In der Regel stellst Du ein bis drei Holzaufsatz-Rahmen aufeinander, bis das Hochbeet 20, 40 oder 60 Zentimeter hoch ist. Wenn Du nicht genau weißt, ob der Mutterboden unter dem Hochbeet mit Schadstoffen belastet ist, empfehlen wir die Holzrahmen auf eine Europalette zu stellen.

Green City, Grüne Schule, Michaeli-Gymnasium in Berg am Laim, Foto: Green City

2. Noppenfolie anbringen

Um das Holz gegen Nässe zu schützen, solltest Du die Innenwände des Hochbeetes mit Noppenfolie auskleiden und diese mit Nägeln oder einem Tacker befestigen. So gewährleistet Du ebenfalls eine ausreichende Luftzufuhr für die Pflanzen. Falls Du gebrauchte Beetaufsätze und Paletten verwendest, schützt die Folie auch vor Schadstoffen, die durch Lacke oder Öle auf dem Holz an die Erde abgegeben werden.

Green City, Grüne Schule, Michaeli-Gymnasium in Berg am Laim, Foto: Green City

3. Letzte Feinheiten

Steche mehrere Löcher in die Noppenfolie am Boden des Hochbeets, um Staunässe vorzubeugen. Wenn Dein Beet 60 Zentimeter hoch ist, muss Du dabei eine 2,40 x 1 Meter große Folie über den Boden spannen und diese an beiden kurzen Seiten befestigen. Vergiss nicht, die unteren Ecke jeweils 10 Zentimeter einzuscheiden und umzuschlagen. Die verbleibenden Flächen an den Längsseiten sollten am Ende eine Fläche von etwa 1 x 0,55 Meter ergeben.

Green City, Grüne Schule, Michaeli-Gymnasium in Berg am Laim, Foto: Green City

4. Hochbeet vorbereiten

Befülle das Hochbeet nun mit unterschiedlichen Schichten aus organischen Materialien:

  • Zerkleinerte Äste, Zweige oder harte Stängestücke bilden die unterste Schicht Deines Hochbeetes. Damit sorgst Du für eine gute Durchlüftung.
  • Nun legst Du eine Laubschicht aus gemischten Blättern oder Biomüll darüber. Aber vorsicht: Verwende kein Laub von Eiche und Walnuss, da es einen zu hohen Gelbsäureanteil besitzt. Die Blätter sorgen dafür, dass das eingefüllte organische Material besser verrottet. Dabei entsteht im Hochbeet Wärme von unten.
  • Anschließend bringst Du eine dicke Schicht aus Feinkompost und/oder Gartenerde bis zur oberen Kante Deines Beetes auf.

Fertig!

Nun ist Dein Hochbeet fertig zum Bepflanzen mit leckerem Gemüse oder Kräutern. Damit nichts schief gehen kann, hier noch ein paar Tipps von unseren ExpertInnen:

Kräuter sind wahre Alleskönner – sie halten nicht nur Schädlinge von Deinem Hochbeet fern, sondern verleihen Deinem Essen auch den richten Biss – denn Kräuter verbessern den Geschmack Deines Gemüses. Diesen tollen Effekt kannst Du mit verschiedenen Mischkulturen erzielen. Pflanze deshalb immer ein paar Kräuter zwischen die anderen Pflanzen.

In den ersten beiden Jahren enthält das frische Hochbeet die meisten Nährstoffe. Um diese so gut wie auszunutzen, solltest Du nur Starkzehrer wie Tomaten, Paprika, Kohl, Sellerie, Lauch, Gurken und Zucchini anbauen. Das verhindert eine zu hohe Nitratanreicherungen und verschafft Dir gesunde und kräftige Pflanzen. Schwachzehrer wie Salat und Spinat kannst Du dann im dritten Jahr anbauen.

Da sich das Füllmaterial mit der Zeit zersetzt, empfehlen wir Dir das Hochbeet jedes Jahr wieder neu mit verrottetem Kompost auffüllen. Damit hauchst Du dem Boden neues Leben ein!

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Kontakt

Benjamin ZeckauGrünpaten(089) 890 668 -333

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