So baust Du Dein eigenes Hochbeet

Seit 2021 können Bürger*innen der Landeshauptstadt München Hochbeete nicht nur in Gemeinschaftsgärten oder auf privaten Flächen bauen, sondern auch vor die eigene Haustür auf den Gehweg stellen. Das ist eine tolle Möglichkeit für alle, die keinen Garten oder Balkon haben und trotzdem ein bisschen Gärtnern wollen. Mit Gemüse, Kräutern oder Blumen kannst Du so für mehr Grün in Deiner Nachbarschaft sorgen.

Ein Hochbeet auf dem Gehweg

Was gibt es bei einem Hochbeet im öffentlichen Raum zu beachten? Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Hochbeet steht straßenseitig auf dem Gehweg
  • Auf dem Gehweg bleibt eine Durchgangsbreite von mindestens 1,60m frei, im Einzelfall auch deutlich mehr (je nach Fußgängeraufkommen). Grenzt an den Gehweg ein Radweg, müssen mindestens 1,90m frei bleiben
  • Der Durchmesser eines Hochbeets beträgt max. 0,72 m²; z.B. 0,60 m x 1,20 m. Hochbeete können selbst gebaut, in einem Baummarkt gekauft oder im Internet bestellt werden
  • Ein Hochbeet sollte inkl. Erde und Pflanzen nicht schwerer als 500 kg sein. Wie Du Dein Hochbeet befüllst und was du pflanzen kannst, haben wir Dir weiter unten zusammengefasst (s. Punkt 2-5)
  • Das Hochbeet ist transportierbar und kann im Falle einer Baustelle bewegt werden
  • Wenn Du mehrere Hochbeete aufstellen möchtest, sollte zwischen den Hochbeeten mindestens 3 Meter Abstand gehalten werden
  • Für das Aufstellen benötigst Du die schriftliche Zustimmung der EG-Bewohner*innen und Deines Bezirksausschusses
  • Wenn du keinen Bezug zum Standort hast (nicht dort arbeitest oder wohnst), ist zusätzlich eine Patenversicherung notwendig, in der Du bestätigst, dass Du Dich verpflichtest Beschädigungen des Hochbeets oder Verschmutzungen des Umfelds umgehend zu beheben
  • Für den Antrag sind Fotos der Lage, eine Skizze und ein maßstabsgerechter Grundrissplan einzureichen

Den Antrag kannst Du hier herunterladen und zusammen mit allen nötigen Unterlagen beim KVR – Hauptabteilung III einreichen. Der Adressat des Antrags richtet sich immer nach dem gewünschten Standort des Hochbeets. Die örtlich zuständige Bezirksinspektion ist dann für die Sachbearbeitung zuständig.

BA 1, 2, 3 – Bezirksinspektion Mitte: bi-mitte.kvr@muenchen.de

BA 6, 7, 8, 17, 18, 19, 20 – Bezirksinspektion Süd: bi-sued.kvr@muenchen.de

BA 9, 21, 22, 23, 25 – Bezirksinspektion West: bi-west.kvr@muenchen.de

BA 5, 13, 14, 15, 16 – Bezirksinspektion Ost: bi-ost.kvr@muenchen.de

BA 4, 10, 11, 12, 24 – Bezirksinspektion Nord: bi-nord.kvr@muenchen.de

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Ein Hochbeet auf privaten Flächen – Eine einfache Bauanleitung für ein Paletten-Hochbeet

Hochbeete eignen sich ideal für Urban Gardening. Egal ob der Boden, auf dem Du ein Beet anlegen möchtest, asphaltiert oder betoniert ist oder Du vielleicht nicht sicher bist, ob die Erde mit Schadstoffen belastet ist – mit Hochbeeten kannst Du Dir auf jedem Untergrund eine kleine Grünoase schaffen. Zudem ist die Bodentemperatur eines Hochbeets verglichen mit der eines Flachbeets um fünf Grad wärmer. Die Pflanzen gedeihen besonders prächtig, weshalb Du mit einem höheren und früheren Gemüseertrag im Herbst rechen kannst.

Klingt interessant? Wir geben Dir Tipps an die Hand, wie Du beim Bau Deines Hochbeets vorgehst:

Das brauchst Du:

  • Holz-Aufsatzrahmen, IPPC 1200 x 800 x 200 Millimeter (erhältlich bei Flohmarkt-Portalen oder Händlern für Verpackungsmaterialien und Paletten)
  • Europalette, IPPC 1200 x 800 Millimeter
  • Noppenfolie (aus dem Baumarkt, am besten 1 Meter breit. Für ein Hochbeet mit 60 Zentimeter Höhe benötigst Du ein Stück in der Größe 3,50 x 1 Meter)
  • Äste, Zweige, Laub und Biomüll
  • Gartenerde
Green City, Grüne Schule, Michaeli-Gymnasium in Berg am Laim, Foto: Green City

1. Holzrahmen bauen

Für einen optimalen Ertrag legst Du das Hochbeet auf einem sonnigen und windgeschützten Platz in Nord-Süd-Richtung an. Zuerst baust Du einen Holzrahmen. Dabei kannst Du die Höhe je nach Gemüsesorte selbst wählen. In der Regel stellst Du ein bis drei Holzaufsatz-Rahmen aufeinander, bis das Hochbeet 20, 40 oder 60 Zentimeter hoch ist. Wenn Du nicht genau weißt, ob der Mutterboden unter dem Hochbeet mit Schadstoffen belastet ist, empfehlen wir die Holzrahmen auf eine Europalette zu stellen.

Green City, Grüne Schule, Michaeli-Gymnasium in Berg am Laim, Foto: Green City

2. Noppenfolie anbringen

Um das Holz gegen Nässe zu schützen, solltest Du die Innenwände des Hochbeetes mit Noppenfolie auskleiden und diese mit Nägeln oder einem Tacker befestigen. So gewährleistet Du ebenfalls eine ausreichende Luftzufuhr für die Pflanzen. Falls Du gebrauchte Beetaufsätze und Paletten verwendest, schützt die Folie auch vor Schadstoffen, die durch Lacke oder Öle auf dem Holz an die Erde abgegeben werden.

Green City, Grüne Schule, Michaeli-Gymnasium in Berg am Laim, Foto: Green City

3. Letzte Feinheiten

Steche mehrere Löcher in die Noppenfolie am Boden des Hochbeets, um Staunässe vorzubeugen. Wenn Dein Beet 60 Zentimeter hoch ist, muss Du dabei eine 2,40 x 1 Meter große Folie über den Boden spannen und diese an beiden kurzen Seiten befestigen. Vergiss nicht, die unteren Ecke jeweils 10 Zentimeter einzuschneiden und umzuschlagen. Die verbleibenden Flächen an den Längsseiten sollten am Ende eine Fläche von etwa 1 x 0,55 Meter ergeben.

Green City, Grüne Schule, Michaeli-Gymnasium in Berg am Laim, Foto: Green City

4. Hochbeet vorbereiten

Befülle das Hochbeet nun mit unterschiedlichen Schichten aus organischen Materialien:
• Zerkleinerte Äste oder Zweige bilden die unterste Schicht Deines Hochbeetes. Damit sorgst Du für eine gute Durchlüftung
• Nun legst Du eine Laubschicht aus gemischten Blättern oder Biomüll darüber.
Aber Vorsicht: Verwende kein Laub von Eiche und Walnuss, da es einen zu hohen Gelbsäureanteil besitzt. Die Blätter sorgen dafür, dass das eingefüllte organische Material besser verrottet. Dabei entsteht im Hochbeet Wärme von unten
• Anschließend bringst Du eine dicke Schicht aus Feinkompost und/oder Gartenerde bis zur oberen Kante Deines Beetes auf

5. Fertig!

Nun ist Dein Hochbeet fertig zum Bepflanzen mit leckerem Gemüse oder Kräutern. Damit nichts schief gehen kann, hier noch ein paar Tipps von unseren Expert*innen:

Kräuter sind wahre Alleskönner – sie halten nicht nur Schädlinge von Deinem Hochbeet fern, sondern verleihen Deinem Essen auch den richten Biss – denn Kräuter verbessern den Geschmack Deines Gemüses. Diesen tollen Effekt kannst Du mit verschiedenen Mischkulturen erzielen. Pflanze deshalb immer ein paar Kräuter zwischen die anderen Pflanzen.

In den ersten beiden Jahren enthält das frische Hochbeet die meisten Nährstoffe. Um diese so gut wie auszunutzen, solltest Du nur Starkzehrer wie Tomaten, Paprika, Kohl, Sellerie, Lauch, Gurken und Zucchini anbauen. Das verhindert eine zu hohe Nitratanreicherungen und verschafft Dir gesunde und kräftige Pflanzen. Salat und Spinat kannst Du dann im dritten Jahr anbauen.

Da sich das Füllmaterial mit der Zeit zersetzt, empfehlen wir Dir das Hochbeet jedes Jahr wieder neu mit verrottetem Kompost aufzufüllen. Damit hauchst Du dem Boden neues Leben ein!

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Almut SchenkGrünpat*innen+49 89 890 668 – 336
Alice DobersalskeGemeinschaftsgärten+49 89 890 668 – 322

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