Bundestagswahl am 26. September: Es geht ums Ganze!

 

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Mehrere Jahre litt Deutschland ab 2018 unter einer ausgeprägten Dürre, Extremwetter-Ereignisse nehmen auch 2021 deutlich zu. Jüngste Beispiele sind die erschütternde Unwetter-Katastrophe in Westdeutschland oder die Hitzewelle in Kanada mit Spitzentemperaturen von nahezu 50 Grad. Beides forderte Menschenleben und vernichtete ganze Städte. Ein Hitzerekord jagt weltweit den nächsten, immer wieder machen großflächige Waldbrände global Schlagzeilen. Diese Entwicklungen haben auch Einfluss auf das Artensterben, das derzeit schneller verläuft als die Ausrottung der Dinosaurier. Es steht schon lange schlecht um das Klima. Um den Klimawandel aufzuhalten, ist eine Umstrukturierung von Landwirtschaft, Handel, Verkehr und Industrie erforderlich. Und eine Wahl fürs Klima bei der kommenden Bundestagswahl am 26. September.

Pariser Abkommen: Klimaneutralität bis 2045 und das 1,5-Grad-Ziel

Auf den dringenden Handlungsbedarf in der Klimapolitik möchten wir mit unserer Kampagne „Klimawahl 2021“ nachdrücklich hinweisen. Am 26. September müssen Politiker*innen und Parteien in den deutschen Bundestag gewählt werden, die ein echtes Interesse daran haben, der Klimakrise wirkungsvolle Maßnahmen entgegen zu setzen. Als gemeinnützige Organisation bleiben wir dabei streng überparteilich und sprechen keine Wahlempfehlungen aus.

Das Übereinkommen von Paris im Jahr 2015 war ein erster Erfolg für Klimaschützer*innen: 175 Länder verschrieben sich der Einhaltung einer Erderwärmung um maximal 1,5°C. Die Nachricht „Klimaschutzgesetz in Teilen verfassungswidrig“ war dieses Frühjahr wohl die bedeutendste Meldung in Sachen Klimapolitik: Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts müssen alle Parteien darlegen, wie sie mit ihren Wahlprogrammen das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens einhalten und dies in Regierungsverantwortung umsetzen wollen. Und auch die derzeitige Regierung straffte nach dem Urteil noch einmal ihre Klimaziele: Klimaneutralität bis 2045. Das klingt vielversprechend, oder?

Leider scheitern konkrete Forderungen und Vorschläge immer wieder. Aktuelle Debatten zur weiteren Bepreisung von CO2, das Verbot von Kurzstreckenfliegern oder die Förderung von alternativen Kraftstoffen zeigen, wie umstritten das Thema ist. Das Klima soll geschützt werden, aber alles soll so bleiben wie es ist? Wie soll das funktionieren?

Die Bundestagswahl 2021 ist eine Klimawahl

Diese Frage macht die Bundestagswahl 26. September zu einer Klimawahl: Nur mit Politiker*innen, die sich dem Schutz des Klimas verschreiben, können wir unsere Erde auch für nachfolgende Generationen erhalten. Unsere Vereinsziele umweltverträgliche Mobilität, Klimaschutz, Urbanes Grün und Bildung für nachhaltige Entwicklung wollen wir auch auf Bundesebene durch die Parteien repräsentiert sehen. Auf dieser Seite informieren wir bis zur Bundestagswahl über aktuelle Diskussionen, über Pläne der verschiedenen Parteien sowie über die Wichtigkeit dieser Bundestagswahl als eine Wahl für oder gegen das Klima: Damit jede*r umfassend und genau informiert die für sie/ihn richtige Entscheidung in der Wahlkabine treffen kann. Notiert Euch die Bundestagswahl im Kalender, sprecht mit Freund*innen, Kolleg*innen, Oma und Opa, Euren Nachbar*innen über die Bedeutung der Wahl für den Klimaschutz. Und geht wählen!

News

mit Label_Faktencheck_1,5-Grad-Erwärmung_c_Jaroslaw_Kwoczala

Eineinhalb Grad sind doch
gar nicht so schlimm! Oder? Warum eine Erderwärmung von nur wenigen Grad bereits unser aller Existenz bedroht.

Besonders in unseren Breitengraden möchte man zunächst denken, dass ein Temperaturanstieg von 1,5 Grad Celsius nicht besonders auffällig, ja wenn überhaupt eher komfortabel wäre. Und ob es dann doch zwei statt 1,5 Grad Celsius werden, tut sicherlich auch nichts mehr zur Sache. Aber eine Erwärmung der Erde von 1,5 Grad Celsius oder mehr birgt leider hauptsächlich negative Folgen für die Erde und bedroht letzten Endes sogar ihre Existenz.

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Klimawahl_2021_vertrocknete Blume mit Label

Klimaschutz muss man sich leisten können! Und Klimawandel gibt’s umsonst?

Der Umbau von Gasheizung auf Wärmepumpe, der Einkauf von biologischer Kosmetik, die Reise mit dem Zug statt dem Flugzeug – man hört es immer wieder und beim unmittelbaren Vergleich von Bio- und konventionellen Waren im Supermarkt sieht man es auch: Klimaschutz muss man sich wohl oder übel leisten können.

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New Project (66)

Deutschlands Anteil am globalen CO2-Ausstoß: Warum zwei Prozent gar nicht wenig sind

„Manche glauben, man könne einfach das System auf den Kopf stellen für das Klima, dabei beträgt Deutschlands Anteil am globalen CO2-Ausstoß nur 2%.“ wetterte CDU-Politiker Friedrich Merz am 9. Mai 2021 auf seinem Twitter-Kanal. Da könnte man erstmal stutzig werden: Echt, nur zwei Prozent? Dann können wir uns ja zurücklehnen! Aber so einfach ist es leider nicht. Wir erklären, warum bereits dieser vermeintlich niedrige Emissionsanteil eigentlich zu viel ist und weshalb dieses Argument sowieso nur eine faule Ausrede ist.

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New Project (20)

Benzin verteuern – Nötige Maßnahme oder unüberlegter Schnellschuss?

Ein Bärendienst für die Umwelt, eine Maßnahme auf Kosten von Geringverdiener*innen, ein herber Kriegszug gegen Autofahrer*innen – die Frage nach einem erhöhten Benzinpreis ist nicht erst seit heute höchst umstritten. Das musste nun auch Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock nach ihrer Aussage zur Erhöhung des Kraftstoffpreises um 16 Cent erfahren.

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Neues Projekt (1)

Endlich Windkraft statt heißer Luft? Was für schärfere Klimaziele wichtig wäre

Was im vergangenen Jahr eher eine Randnotiz in der Berichterstattung der Medien war, sorgt nun für Aufregung in Deutschland: Vier Klagebündnisse, darunter Vertreter*innen von Fridays for Future, hatten 2020 gegen unzureichende Klimaschutzmaßnahmen der Bundesregierung geklagt. Am 30. April hat das Bundesverfassungsgericht das Klimagesetz der Bundesregierung in Teilen für verfassungswidrig erklärt. Grund dafür war, dass die Vorgaben zur Minderung von Treibhausgasemissionen im aktuellen Klimaschutzgesetz nur bis 2030 reichten. Die Bundesregierung wurde dazu aufgefordert, bis zum Ende des Jahres 2022 nachzubessern und darzulegen, wie Treibhausgasemissionen auch über das Jahr 2030 hinaus gemindert werden können. Der Ausbau erneuerbarer Energien spielt dabei eine große Rolle.

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