City2Share – sozial. urban. mobil

Über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten. Die Urbanisierung gilt damit als einer der größten Megatrends weltweit. Auch in den kommenden Jahren wird ein stetiger Zuzug vom Land in die Städte stattfinden. Wohnraum sowie die unterschiedlichen Verkehrssysteme der Stadt mit U-Bahn, Bus und Tram, aber auch das Straßenverkehrsnetz geraten jedoch schon jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen. Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, müssen kreative Ansätze und innovative Ideen zur Lösung der Verkehrs- und Umweltprobleme in Städten entwickelt werden.

 

Inhaltliche Schwerpunkte, City2Share

Weniger Verkehr – weniger Emissionen für mehr Lebensqualität mit besserer Mobilität

Urbanisierung und stetiges Wirtschafts-, Bevölkerungs- und Verkehrswachstum benötigen neue Ideen und Lösungen. Das Projekt City2Share hatte zum Ziel, Individual- und Lieferverkehr in Innenstadtrandbereichen nachhaltiger und zukunftsfähig, also angepasst an sich verändernde Mobilitätsanforderungen und technische Möglichkeiten zu gestalten. In einem völlig neuen Ansatz wurden Multimodalität, urbane Elektromobilität, autonomes Fahren sowie e-Car- und Bikesharing und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbunden, um den Umstieg auf eine stadtverträgliche und umweltfreundliche Mobilität zu fördern.

 

Ziele und Ergebnisse des Pilotprojekts City2Share

Das Projekt City2Share hatte das Ziel, motorisierte Individualmobilität in einem urbanen Forschungsraum zu untersuchen und zu verbessern. Die Learnings aus der Projektphase 2017-2020 wurden in einem Handlungsleitfaden zusammengefasst. Folgende Ziele wurden dabei ins Auge gefasst:

  • Entwicklung und Test eines innovativen Sharing-Systems mit autonomen Elektrofahrzeugen und induktivem Laden
  • Weiterentwicklung und Optimierung von Bike- und Carsharing-Ansätzen mit elektrischen Fahrzeugen
  • Einsatz innovativer Sensorik und Informationstechnologien zur Optimierung des Stadtverkehrs
  • Umweltverträgliche Gestaltung des innerstädtischen Lieferverkehrs
  • Umgestaltung von Wohnquartieren in München und Hamburg sowie deren multimodale verkehrliche Erschließung und Anbindung mittels Bürgerpartizipation

zum Handlungsleitfaden City2Share

Blogeinträge zu diesem Projekt

Foto: Marcus Schlaf
City2Share - Station am Glockenbach, Foto: Marcus Schlaf, 12.07.2017

Emissionen sparen, Platz schaffen, mobil sein

Seit Juli 2017 ist das Projekt City2Share in der Stadt zu sehen. Im Glockenbachviertel, neben der Ludwigsvorstadt und Untersendling startet UPS mit einem sogenannten „Micro Depot“ eine zukunftsweisende Paketzustellung. Statt mit großräumigen Lieferfahrzeugen erfolgt die Zustellung im Quartier künftig zu Fuß oder per Lastenfahrrad, das reduziert nicht nur den Verkehr sondern auch Emissionen. München bringt mit City2Share mehr Lebensqualität und zukunftsorientierte Innovationen in die Stadt.

Im Modellquartier innerhalb der zentralen Stadtbezirke Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und Sendling wurden einzelne Aspekte aus City2Share real erprobt. Die Quartiersbewohner*innen waren herzlich dazu eingeladen sich aktiv an dem Projekt zu beteiligen.

Die temporäre Platzumgestaltung des Zenettiplatzes im Schlachthofviertel zu einer Mobilitätsstation und einer attraktiven Aufenthaltsfläche für die Nachbarschaft war im Herbst 2018 ein Meilenstein im Projekt City2Share. Auf der einen Seite des Platzes wurden Sharing-Angebote zur Verfügung gestellt, auf der anderen Seiten wurden die Parkplätze testweise zum Quartiersplatz „Piazza Zenetti“ im südländischen Flair umgestaltet. Sitzgelegenheiten, ein Bücherregal, eine analoge Infowand und ein buntes Aktionsprogramm mit Lesungen, Mitmach-Programm für Groß und Klein sowie Konzerten wurde geboten. Der Platz konnte sich dank der Gründung einer Bürgerinitiative Im Quartier auch über das Projekt hinaus etablieren.

 

Es freut mich außerordentlich, dass UPS ein stadtverträgliches Logistik-Konzept in München erprobt und damit die Innovationsfähigkeit der Landeshauptstadt München bestätigt.

Oberbürgermeister Dieter Reiter

Logoleiste

City2Share Projektpartner

Das kooperative Projekt ist im Förderprogramm „Erneuerbar Mobil“ des BMU und Projekt der Inzell-Initiative. Es verbindet in einem völlig neuen Ansatz Multimodalität, urbane Elektromobilität, autonomes Fahren, Sharing, Logistik und die Erhöhung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Das Projektkonsortium bündelt notwendige Kompetenzen aus Wissenschaft, öffentlicher Hand und Industrie. Durch die Partnerstruktur im Projekt werden Hersteller von Technologie, Anbieter von Carsharing und ÖPNV sowie Vertreter von Städten und Kommunen zusammengebracht, um gemeinsam ein ganzheitliches System zu erforschen. Mittels Partizipation werden Konzepte und Lösungen und deren Wirkungen gemeinsam mit Bürger*innen, Anwohner*innen und Einzelhandel diskutiert und umgesetzt.

Das Projekt wird unter der Leitung von BMW von 10 Projektpartnern gemeinsam durchgeführt. Zebralog und GreenCity sind mit der Bürgerkommunikation beauftragt.

Förderer

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) fördert das Forschungsprojekt im Rahmen des Programmes „Erneuerbar Mobil“ mit 5,8 Mio. €. Konsortialpartner sind unter der Führung der BMW Group die Landeshauptstadt München, SWM und MVG, Hamburger Hochbahn AG, Siemens, UPS, DriveNow, die Universität der Bundeswehr München, TU Dresden und das Deutsche Institut für Urbanistik (difu).

Weitere Infos zum Projekt und zum Förderprogramm unter www.city2share.de und www.erneuerbar-mobil.de.

 

Dieses Projekt verfolgt folgende SDGs:

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