City2Share – sozial. urban. mobil

Über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten. Die Urbanisierung gilt damit als einer der größten Megatrends weltweit. Auch in den kommenden Jahren wird ein stetiger Zuzug vom Land in die Städte stattfinden. Wohnraum sowie die unterschiedlichen Verkehrssysteme der Stadt mit U-Bahn, Bus und Tram, aber auch das Straßenverkehrsnetz geraten jedoch schon jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen. Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, müssen kreative Ansätze und innovative Ideen zur Lösung der Verkehrs- und Umweltprobleme in Städten entwickelt werden.

 

Inhaltliche Schwerpunkte, City2Share

Weniger Verkehr – weniger Emissionen für mehr Lebensqualität mit besserer Mobilität

Urbanisierung und stetiges Wirtschafts-, Bevölkerungs- und Verkehrswachstum benötigen neue Ideen und Lösungen. Das Projekt City2Share hat zum Ziel, Individual- und Lieferverkehr in Innenstadtrandbereichen nachhaltiger und zukunftsfähig, also angepasst an sich verändernde Mobilitätsanforderungen und technische Möglichkeiten zu gestalten. In einem völlig neuen Ansatz sollen Multimodalität, urbane Elektromobilität, autonomes Fahren sowie e-Car- und Bikesharing und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbunden werden, um den Umstieg auf eine stadtverträgliche und umweltfreundliche Mobilität zu fördern.

 

Ziele des Pilotprojekts City2Share

Das Projekt City2Share möchte in einem urbanen Forschungsraum motorisierte Individualmobilität untersuchen und verbessern. Dabei werden folgende konkrete Ziele definiert:

  • Entwicklung und Test eines innovativen Sharing-Systems mit autonomen Elektrofahrzeugen und induktivem Laden
  • Weiterentwicklung und Optimierung von Bike- und Carsharing-Ansätzen mit elektrischen Fahrzeugen
  • Einsatz innovativer Sensorik und Informationstechnologien zur Optimierung des Stadtverkehrs
  • Umweltverträgliche Gestaltung des innerstädtischen Lieferverkehrs
  • Umgestaltung von Wohnquartieren in München und Hamburg sowie deren multimodale verkehrliche Erschließung und Anbindung mittels Bürgerpartizipation

zur ausführlichen Projekt-Broschüre

Blogeinträge zu diesem Projekt

Foto: Marcus Schlaf
City2Share - Station am Glockenbach, Foto: Marcus Schlaf, 12.07.2017

Das Projekt wird sichtbar

Seit Juli 2017 ist das Projekt City2Share erstmals in der Stadt zu sehen. Im Glockenbachviertel, neben der Ludwigsvorstadt und Untersendling startet UPS mit einem sogenannten „Micro Depot“ eine zukunftsweisende Paketzustellung. Statt mit großräumigen Lieferfahrzeugen erfolgt die Zustellung im Quartier künftig zu Fuß oder per Lastenfahrrad, das reduziert nicht nur den Verkehr sondern auch Emissionen. München bringt mit City2Share mehr Lebensqualität und zukunftsorientierte Innovationen in die Stadt.

Im Modellquartier innerhalb der zentralen Stadtbezirke Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und Sendling werden einzelne Aspekte aus City2Share real erprobt. Die Quartiersbewohner sind herzlich dazu eingeladen sich aktiv an dem Projekt zu beteiligen.

Die Stadt München reagierte bereits auf eine Anregung der Münchner, die sich bei der Quartierswerkstatt im Oktober 2017 und einem anschließenden Online-Dialog rausgestellt hat: Ab Januar 2018 kann das E-Lastenrad Sigi kostenfrei über das Online-Portal https://www.freie-lastenradler.de/ ausgeliehen werden.

 

Es freut mich außerordentlich, dass UPS ein stadtverträgliches Logistik-Konzept in München erprobt und damit die Innovationsfähigkeit der Landeshauptstadt München bestätigt.

Oberbürgermeister Dieter Reiter

Logoleiste

City2Share Projektpartner

Das kooperative Projekt ist im Förderprogramm „Erneuerbar Mobil“ des BMU und Projekt der Inzell-Initiative. Es verbindet in einem völlig neuen Ansatz Multimodalität, urbane Elektromobilität, autonomes Fahren, Sharing, Logistik und die Erhöhung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Das Projektkonsortium bündelt notwendige Kompetenzen aus Wissenschaft, öffentlicher Hand und Industrie. Durch die Partnerstruktur im Projekt werden Hersteller von Technologie, Anbieter von Carsharing und ÖPNV sowie Vertreter von Städten und Kommunen zusammengebracht, um gemeinsam ein ganzheitliches System zu erforschen. Mittels Partizipation werden Konzepte und Lösungen und deren Wirkungen gemeinsam mit Bürgern, Anwohnern und Einzelhandel diskutiert und umgesetzt.

Das Projekt wird unter der Leitung von BMW von 10 Projektpartnern gemeinsam durchgeführt. Zebralog und GreenCity sind mit der Bürgerkommunikation beauftragt.

Förderer

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) fördert das Forschungsprojekt im Rahmen des Programmes „Erneuerbar Mobil“ mit 5,8 Mio. €. Konsortialpartner sind unter der Führung der BMW Group die Landeshauptstadt München, SWM und MVG, Hamburger Hochbahn AG, Siemens, UPS, DriveNow, die Universität der Bundeswehr München, TU Dresden und das Deutsche Institut für Urbanistik (difu).

Weitere Infos zum Projekt und zum Förderprogramm unter www.city2share.de und www.erneuerbar-mobil.de.

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