Kampagne #MucOhneMief

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Saubere Luft und mehr Grün für München

Luftschadstoffe wie Feinstaub oder Stickoxide sind Substanzen, die in der Luft normalerweise nicht oder kaum vorkommen. Sie wirken sich schädliche auf die menschliche Gesundheit aus und entstehen in unseren Städten zu einem großen Teil im Straßenverkehr durch Verbrennungsmotoren, Abrieb von Reifen, Bremsen sowie Aufwirbelung von bereits auf der Straße vorhandenem Staub.

Feinstaub und Stickstoffdioxid reizen die Atemwege und gelangen tief in die Lunge. Vor allem in Städten kann die starke Belastung durch Schadstoffe zu schweren Krankheiten führen, hoher Sterblichkeit oder verkürzter Lebenserwartung. Eine Zunahme von Atemwegerkrankungen, Beeinträchtigung der Lungenfunktion und chronische Bronchitis sind weitere mögliche Folgen. Die Wahrscheinlichkeit steigt, an Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkten oder Bluthochdruck zu erkranken. Deutschlandweit sterben jährlich rund 50.000 Menschen vorzeitig an den Folgen der Feinstaubbelastung.

Wir möchten Münchnes BürgerInnen noch mehr für das Thema und die Verkehrswende sensibilisieren. Dazu haben wir die Kampagne #MucOhneMief ins Leben gerufen. Hier kannst Du die Broschüre zu unserer Kampagne downloaden:

Broschüre zu #MucOhneMief

Grafik_Feinstaub in Bayern

Autos sind die Hauptverursacher von Luftschadstoffen

Luftschadstoffe entstehen besonders in Städten zu einem großen Teil im Straßenverkehr durch Verbrennungsmotoren. Die Emissionsgrenzwerte sind nur ein Kompromiss zwischen gesundheitlicher Notwendigkeit und realistischer Durchsetzbarkeit. München ist noch lange kein Luftkurort, sobald die aktuellen Grenzwerte eingehalten werden.

Laut Berechnungen der Weltgesundheitsorganisation verkürzt mit Feinstaub belastete Luft die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland um etwa zehn Monate. Die Organisation kommt zu dem Schluss, dass es keine Feinstaubkonzentration und damit keinen Grenzwert gibt, unterhalb dessen keine schädigende Wirkung eintritt.

Nebenstehende Grafik zeigt die Verteilung der Feinstaub-Quellen in Bayern.

Saubere Luft für unsere Kinder! Foto: Tobias Hase
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Ständige Grenzwertüberschreitungen

Das Bayerische Landesamt für Umweltschutz betreibt im Münchner Stadtgebiet zehn ortsfeste Stationen, mit denen sie kontinuierliche Messungen der Luftschadstoffe vornimmt. Die Ergebnisse sind alarmierend: Die Stickstoffdioxidbelastung war 2015 in München an einigen Messpunkten mit durchschnittlich 84 Mikrogramm pro Kubikmeter mehr als doppelt so hoch wie der zulässige EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Die Webseite der Landeshauptstadt München bietet einen interaktive Karte, auf der man sich die Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastungen im Stadtgebiet anzeigen lassen kann. Die Daten stammen allerdings bereits aus dem Jahr 2005.

Die Stadt München ist deswegen vom Verwaltungsgericht bereits dazu verurteilt worden, die Feinstaub- und Stickstoffbelastung zu reduzieren. Passiert ist trotzdem wenig. Daher will die Deutsche Umwelthilfe (DUH) München nun mit einem Vollstreckungsverfahren dazu zwingen, die Luft in der Stadt sauber zu halten.

Blogeinträge zu diesem Projekt

Dicke Luft in München? So geht es nicht weiter!

Studien zeigen, dass die Lungenfunktion von Großstadtkindern weniger entwickelt ist als von Kindern, die in ländlichen Regionen aufwachsen. In Kinderlungen lagert sich pro Quadratzentimeter mehr Feinstaub ab als bei Erwachsenen. Zudem sind Kinder näher an den Auspuffen und atmen daher mehr Schadstoffe ein.

 

Unsere Feinstaub-Messungen

Vom 1. bis zum 31. Mai 2016 haben wir an vier Standorten in Haidhausen zweimal pro Tag die Feinstaubkonzentration mit einem Gerät der Firma Palas GmbH gemessen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse kannst Du Dir hier ansehen. Jede Messung dauert etwa 20 Minuten.

Da die Ergebnisse während den Messungen im Mai unerwartet hoch waren, haben wir uns entschlossen, diesen Messpunkt im Juni etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Demzufolge messen wir dort über den Juni hinweg morgens zwischen 07:15 und 08:15 Uhr. Die Ergebnisse unserer Messungen, bewertet durch Dr. Werner Zittel von der Ludwig-Bölkow-Stiftung, findest du hier.

zur Projektseite der Feinstaub-Messungen in München

Kontakt #MucOhneMief

Andreas SchusterLeitung Mobilität(089) 890 668 -319Video: "Kurz gefragt"

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#MucOhneMief, Saubere Luft für Haidhausen, Pressekonferenz, Wanderbaumallee. Green City e.V., Foto: Amtmann

Die Kampagne #MucOhneMief ist Teil von
u-turn Organisationsbüro für nachhaltige Mobilität.

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Partner

Bild rechts: Die Partner der Kampagne „Saubere Luft für Haidhausen“ testen mit einem Vertreter des Helmholtz Zentrums München das Feinstaubmessgerät der Palas GmbH: Andreas Schuster, Green City e.V., Karsten Pletscher, Palas GmbH, Dr. Josef Cyrys, Helmholtz Zentrum München und Dr. Werner Zittel, Ludwig-Bölkow-Stiftung (v.l.n.r.)

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